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Bischöfe mahnen Weihnachten zu Frieden und mehr Gerechtigkeit

Bischöfe mahnen Weihnachten zu Frieden und mehr Gerechtigkeit

Sächsische Bischöfe haben am vierten Advent zu Frieden, Toleranz und Gerechtigkeit gemahnt. Die christliche Botschaft von Frieden und Versöhnung wird nach Ansicht des evangelischen Landesbischofs Jochen Bohl noch zu oft überhört.

Dresden. „Auch 2013 litten Menschen unter Hass und Krieg, haben einander Gewalt angetan“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. In einem Beitrag für die „Dresdner Neuesten Nachrichten“ (Samstag) warb der katholische Altbischof Joachim Reinelt für die Kultur der Nächstenliebe zum Weihnachtsfest: „Auf den anderen schauen, an seinem Glück oder Leid Anteil zu nehmen, das ist viel erfüllender als wir oft meinen.“

Bohl verwies in seiner Predigt bei der Weihnachtlichen Vesper am Sonntagabend vor der Dresdner Frauenkirche auf die Krisen im Nahen Osten, in Syrien und Afghanistan sowie auf den jüngsten Amoklauf eines Mannes mit vielen Toten an einer amerikanischen Grundschule. Das Maß der Friedlosigkeit auf der Erde sei kaum zu ermessen und 67 kriegsfreie Jahre in Deutschland seien ein Glück, das es zu hüten gelte. „Der Frieden kommt nicht von allein, und er bleibt auch nicht von selbst“, betonte der Bischof der Evangelischen Landeskirche Sachsens. Man müsse sich den wieder gewachsenen Fliehkräften entgegenstellen. „Der Frieden braucht unseren Friedenswillen und unsere Bereitschaft zur Versöhnung, und das immer wieder aufs Neue.“

Öffnung füreinander und Verständnis für die andere Position machten das Leben erträglicher, geistig und geistlich reicher, warb Altbischof Reinelt für eine Grundeinstellung, die auch in der großen Politik der einzige Weg in eine gute Zukunft sei. „Könnten doch die streitenden Parteien in den Kriegsgebieten der Welt mehr begreifen, dass jeder vernünftige Dialog tausendmal mehr bringt als Panzer und Raketen“, sagte er. „Auch unser kostbares Europa wird scheitern, wenn ein Nachbar dem anderen nicht seine berechtige Andersartigkeit zugesteht.“ Gemeinsamkeit wachse nur auf der Basis von Vielfalt.

dpa

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