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Mitteldeutschland Blitz-Marathon: Sächsische Polizei zieht binnen 18 Stunden 4600 Raser aus dem Verkehr
Region Mitteldeutschland Blitz-Marathon: Sächsische Polizei zieht binnen 18 Stunden 4600 Raser aus dem Verkehr
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16:56 17.04.2015
Ein Polizist bei der Geschwindigkeitsmessung während des sogenannten Blitzmarathons. Quelle: dpa
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Dresden

Allerdings wurde in diesem Jahr nur 18 statt der sonst üblichen 24 Stunden geblitzt. Insgesamt wurden in Sachsen rund 127 000 Fahrzeuge kontrolliert (2014: 115 000). Laut Innenministerium gab es in 3,6 Prozent der Fälle Grund für Beanstandungen (5,3).

Unter anderem war in Bernsdorf in der Oberlausitz ein Wagen mit 103 statt der erlaubten 50 Stundenkilometer unterwegs. Dem Fahrer drohen zwei Monate Fahrverbot, 280 Euro Bußgeld und zwei Punkte in Flensburg. In den Landkreisen Bautzen und Görlitz wurde an insgesamt 73 Stellen die Geschwindigkeit von 25 000 Fahrzeugen gemessen. Laut Polizei war etwa jeder 20. Autofahrer zu schnell unterwegs. Die höchsten Geschwindigkeiten wurden dabei auf der Autobahn 4 zwischen Dresden und Görlitz gemessen. Am Burkauer Berg blitzte die Polizei ein Fahrzeug mit 165 statt der erlaubten 100 Stundenkilometer. Bei Bautzen raste ein Fahrer mit 193 Stundenkilometer über die Autobahn, erlaubt waren 120. Den Fahrern drohen jeweils drei Monate Fahrverbot und ein Bußgeld bis zu 680 Euro. Die Polizei in Chemnitz hat beim Blitz-Marathon knapp 173 000 Fahrzeuge kontrolliert, davon waren etwa 4,6 Prozent zu schnell unterwegs. Die meisten Verstöße wurden mit rund 13 700 auf den Autobahnen 4 und 72 registriert. „Zu schnelles Fahren ist kein Kavaliersdelikt“, betonte Georgie.

Mit der Aktion sollten Auto- und Motorradfahrer für das Thema sensibilisiert werden. Nach wie vor ist überhöhte Geschwindigkeit auch in Sachsen eine der Hauptunfallursachen. So waren laut Innenministerium im Jahr 2013 mit nahezu 100 Opfern fast die Hälfte aller tödlichen Verkehrsunfälle auf zu hohes Tempo zurückzuführen.

Der Blitz-Marathon hatte am Donnerstag um 6.00 Uhr in Deutschland und 21 weiteren europäischen Ländern begonnen. Kommunen und Landespolizei waren in Sachsen mit rund 550 Kräften im Einsatz. Wegen der Trauerfeier für die Opfer des Germanwings-Absturzes in den Schweizer Alpen am Freitag in Köln hatten sich die Länder darauf verständigt, die ansonsten auf 24 Stunden angelegte Aktion diesmal um Mitternacht zu beenden.

lvz

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