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Mitteldeutschland Brandenburgs und Sachsens Regierungen wollen wegen Braunkohle mit Schweden reden
Region Mitteldeutschland Brandenburgs und Sachsens Regierungen wollen wegen Braunkohle mit Schweden reden
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19:18 13.10.2014
Alte und neue Energiegewinnung: Vor den Rauchwolken des Braunkohlekraftwerks Schkopau dreht sich ein Windrad. Quelle: Jan Woitas/Archiv
Dresden/Potsdam

In einem am Montag veröffentlichten Brief des brandenburgischen SPD-Ministerpräsidenten Dietmar Woidke und seines sächsischen Amtskollegen Stanislaw Tillich (CDU) an den neuen schwedischen Regierungschef Stefan Löfven heißt es: „In dieser strukturschwachen Region sind rund 30.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt vom Braunkohleabbau und der Braunkohleverstromung abhängig. Mit den bisherigen und noch geplanten erheblichen Investitionen bietet die Braunkohle insbesondere jungen Menschen eine Perspektive und verhindert ihre Abwanderung aus der Region.“

Nach den Worten von Woidke und Tillich hat Vattenfall mit hohen Investitionen dafür gesorgt, dass die ostdeutschen Braunkohlekraftwerke weltweit nicht nur zu den modernsten zählen, sondern auch die Anforderungen eines flexiblen Betriebs im Zusammenspiel mit den erneuerbaren Energien erfolgreich meistern könnten.

Sie erinnerten daran, dass sich Deutschland für den Atomausstieg entschieden habe und die Braunkohle als Brückentechnologie benötigt werde: „Diese großen Herausforderungen können nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn die Sicherheit der Energieversorgung nicht gefährdet wird.“

Die Grünen im sächsischen Landtag attestierten beiden Regierungschefs ein rückwärtsgewandtes Denken und erinnerten an einen Ausspruch des früheren sowjetischen Staatschefs Michail Gorbatschow: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ „Die veränderten Realitäten in der Energie- und Klimapolitik des Jahres 2014 bedeuten: Das Kohlezeitalter geht auch in Sachsen und Brandenburg zu Ende“, erklärte der Abgeordnete Gerd Lippold. Dennoch konzentriere sich die sächsische Regierung darauf, Veränderungen zu vermeiden. Der Brief der Ministerpräsidenten sei eine Demonstration dieses Geistes.

dpa

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