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News Brüssel streicht Fördergelder in Millionenhöhe - Umbau des Dresdner Kulturpalastes gefährdet

Brüssel streicht Fördergelder in Millionenhöhe - Umbau des Dresdner Kulturpalastes gefährdet

Der ab Sommer vorgesehene Umbau des Dresdner Kulturpalastes ist gefährdet. Sachsens Innenministerium bestätigte am Samstag das Ausbleiben fest eingeplanter Fördergelder.

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Der ab Sommer vorgesehene Umbau des Dresdner Kulturpalastes ist gefährdet. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Dresden. „Wir bedauern sehr, dass trotz intensiver Bemühungen keine finanzielle Unterstützung aus EU-Strukturfondsmitteln für den Umbau des Kulturpalastes möglich ist“, sagte Ministeriumssprecher Lothar Hofner. Ursprünglich hatte das Land eine Ko-Finanzierung von bis zu 35 Millionen Euro in Aussicht gestellt - das wäre die Hälfte der bisher mit 70 Millionen Euro angegebenen Umbaukosten gewesen.

Nach den laut Hofner „klaren Signalen“ der Brüsseler EU-Kommission gegen eine solche Förderung aus sogenannten EFRE-Mitteln wird nun fieberhaft nach anderen Finanzspritzen gesucht. „Wir sind derzeit in der Prüfung, finanzielle Mittel für andere Projekte/Vorhaben bereitzustellen“, sagte der Ministeriumssprecher. Offenbar besteht die Hoffnung, dass die Stadt Dresden durch zusätzliche Fördergelder einen Teil der Mittel, die bisher für weitere Bauvorhaben vorgesehen sind, zugunsten des Kulturpalastes umschichten kann.

Nach einem Bericht der in Dresden erscheinenden „Sächsischen Zeitung“ (Samstag) ist der bisherige Zeitplan keinesfalls mehr zu halten. Für einen pünktlichen Baustart hätten die Bauleistungen längst ausgeschrieben werden müssen. Dies soll nach einem Stadtratsbeschluss von Ende 2011 erst geschehen, wenn die Finanzierung geklärt ist - was mit der Absage aus Brüssel in weite Ferne gerückt ist.

Im März 2011 hatte der Stadtrat das als umstritten geltende Projekt endgültig besiegelt. Der 1969 eröffnete Palast sollte im Sommer, also nach Abschluss der jetzt laufenden Saison, umgebaut werden. Zentraler Punkt ist dabei die Umgestaltung des Mehrzwecksaales in ein Auditorium für die Dresdner Philharmonie. In dem alten Saal müssen die Philharmoniker unter schlechten akustischen Bedingungen musizieren. Zudem sollen das Kabarett „Die Herkuleskeule“ und Dresdens Zentralbibliothek in den Palast einziehen.

Am 31. Juli läuft für den Saal die Betriebsgenehmigung aus. Im März 2007 war er wegen Mängeln beim Brandschutz geschlossen, nach Reparaturen die Genehmigung aber verlängert worden. Kritiker des Umbaus befürchten eine Explosion der Baukosten - manche gehen von Kosten jenseits der 100-Millionen-Euro-Marke aus. Immer noch anhängig ist zudem eine Klage des „Kulti“-Architekten Wolfgang Hänsch gegen die Stadt, der durch den Umbau sein Urheberrecht verletzt sieht.

dpa

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