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Mitteldeutschland Bundespolizei verstärkt anlässlich G20-Gipfel Grenzkontrollen
Region Mitteldeutschland Bundespolizei verstärkt anlässlich G20-Gipfel Grenzkontrollen
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19:11 17.06.2017
An der Autobahn A4 bei Görlitz an der deutsch-polnischen Grenze Ludwigsdorf kontrollieren Mitarbeiter der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf Reisende aus Polen, die in Richtung Deutschland reisen. Quelle: dpa
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Pirna/Dresden

Vor dem G20-Gipfels in Hamburg hat die Bundespolizei in Sachsen vorübergehend die Grenzkontrollen verstärkt. Schwerpunkt der Kontrollen war am Samstag zunächst die Autobahn 4 an der Grenze zu Polen. Anfang nächster Woche soll auch auf der Autobahn 17 an der Grenze nach Tschechien wieder mehr kontrolliert werden. Außerdem wird der Bahnverkehr zwischen Dresden und Prag verstärkt überwacht.

Nach Angaben eines Polizeisprechers wird die Geschwindigkeit an den Kontrollpunkten auf 40 Stundenkilometer herabgesetzt, so dass die Beamten durch die Scheiben einen Blick ins Innere der vorbei fahrenden Autos werfen können. Zudem wurden die Fahrspuren auf nur eine Fahrbahn verjüngt. Kontrolliert wird vor allem der Einreiseverkehr. Nur wenn etwas verdächtig erscheint, wird das Fahrzeug aus dem Verkehr gezogen und insiver begutachtet. Die Bundespolizei will so effizient und schnell Fahrer kontrollieren.

Es habe zunächst keine Vorfälle gegeben, sagte der Polizeisprecher. Der Verkehr auf der A4 sei während des gesamten Tages flüssig gewesen, es habe keinen Stau gegeben.

Sachsen sei mit 577 Kilometern Außengrenze ganz maßgeblich von den Grenzkontrollen betroffen, erklärte Innenminister Markus Ulbig (CDU). Die sächsischen Polizisten würden ihre Kollegen vom Bund im Grenzraum mit ihren Mitteln Möglichkeiten unterstützen. Dabei verwies er auf die Schleierfahndung als «besonders wirksames Mittel, um Straftäter und potenzielle Gefährder noch frühzeitiger zu identifizieren.» Allein in Sachsen seien im vergangenen Jahr so mehr als 500 Fahndungstreffer bei Personen erzielt und rund 2000 Straftaten aufgedeckt worden.

Die Schleierfahndung macht verdachtsunabhängige Kontrollen in einem 30-Kilometer-Gürtel hinter den Außengrenzen möglich. Bei der Innenministerkonferenz Anfang der Woche in Dresden hatten sich die Länder nicht auf eine bundesweite Regelung dazu verständigen können.

Die Kontrollen sollen bis zum 11. Juli bestehen bleiben. Der G20-Gipfel startet am 7. Juli in Hamburg und endet einen Tag später.

LVZ

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