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Mitteldeutschland Bundestierärztekammer fordert Halterprüfung für alle Hundebesitzer
Region Mitteldeutschland Bundestierärztekammer fordert Halterprüfung für alle Hundebesitzer
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22:51 13.09.2018
Ein Mops beißt in das Hosenbein seines Herrchen. (Symbolfoto) Quelle: dpa
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Dresden

Die Bundestierärztekammer fordert von der Politik eine Halterprüfung für alle Hundebesitzer. Das sei sinnvoller, als Rasselisten mit angeblich gefährlichen Hunderassen zu erstellen, sagte der Präsident der Bundestierärztekammer, Uwe Tiedemann, am Donnerstag in Dresden. „Jeder Hund kann gefährlich gemacht werden“, sagte Tiedemann weiter. Nicht die Rasse, sondern der Halter sei entscheidend. Bei einer verpflichtenden Halterprüfung würden nicht harmonierende Hund-Halter-Paare früh auffallen.

Einen „Hundeführerschein“ gibt es etwa in Niedersachsen. Wer einen Hund anschaffen will, muss dort in der Regel eine Prüfung ablegen. Er besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil, wie Tiedemann erklärte. Im Theorieteil müssen ähnlich wie beim Führerschein Multiple-Choice-Fragen beantwortet werden, im Praxisteil werden Hund und Halter in verschiedenen Situationen beobachtet.

Anzahl von Hundeattacken zurückgegangen

In 2017 wurden in Sachsen 219 Menschen von einem Hund gebissen und verletzt, wie aus Zahlen des sächsischen Innenministeriums hervorgeht. Darunter waren drei Bissverletzungen, von den sogenannten „vermutet gefährlichen Hunden“. Dazu gehören in Sachsen American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Pitbullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander. Davon ausgenommen sind Welpen und Junghunde bis zu sechs Monaten. Bis zum Stichtag 31. Mai 2017 wurden 322 solcher Hunde in Sachsen gehalten.

Gegenüber 2016 war die Zahl der durch einen Hundebiss verletzten Menschen in Sachsen rückläufig. Damals wurden 255 Menschen von einem Hund verletzt. Einen verpflichtenden „Hundeführerschein“ gibt es in Sachsen, wie in den meisten Bundesländern, nicht.

Noch bis zum Freitag ist in Dresden der Deutsche Tierärztetag. Er findet alle drei Jahre statt und ist das größte berufspolitische Treffen der Veterinärmediziner.

dpa

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