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Mitteldeutschland Buntes Wernigerode - 205.000 Menschen feiern Sachsen-Anhalt-Tag
Region Mitteldeutschland Buntes Wernigerode - 205.000 Menschen feiern Sachsen-Anhalt-Tag
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21:18 20.07.2014
Der Landesfanfarenzug spielt am beim Festumzug des 18. Sachsen-Anhalt-Tages in Wernigerode auf. Quelle: dpa
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Wernigerode

Der Diensthundeführer aus Halberstadt und der siebenjährige Rüde arbeiten am Sonntag auf dem Sachsen-Anhalt-Tag. Jagos und Kollege Stitch, der an anderer Stelle des Wernigeröder Marktplatzes im Einsatz ist, sollen Sprengstoff aufspüren. In wenigen Minuten wird Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) auf die Minibühne vor dem Rathaus treten. „Er ist eine Schutzperson“, sagt Knautz. „Deswegen die Sicherheitsmaßnahme“.

In Sichtweite stehen zwei Entschärfer des Landeskriminalamtes, auf der Hauptbühne spielen die Original Harzer Musikanten währenddessen „Horch, was kommt von draußen rein.“ Die Hunde haben nichts gefunden. Sie werden belohnt und ins Kühle gebracht. Dann kommt Haseloff mit seiner Ehefrau. Zu Fuß und ganz leger: Er im weißen Hemd, sie im geringelten Kleid. Alle warten auf den Festumzug, der Marktplatz und die Straßen sind voller Menschen. Die Hitze ist erbarmungslos, von der Bühne aus ruft der Moderator immer wieder dazu auf, reichlich zu trinken. Inzwischen läuten fantasievoll gekleidete Stelzenläufer die Ankunft des Umzugs an. Bald ziehen das Landesfest-Maskottchen - das „Ratslottchen“ - und der Landesfanfarenzug an der Haseloff-Bühne vorbei. Alle winken. 

„Das dürfte der bisher längste Umzug in der Geschichte des Sachsen-Anhalt-Tags sein“, sagt Haseloff. Ganz genau ist er 2,7 Kilometer lang. 3840 Mitwirkende aus allen Teilen des Landes haben ihn gestaltet und sich dafür teilweise aufwendig kostümiert. 90 Fahrzeuge und Wagen, Fanfarenzüge und Kapellen schlängeln sich durch die Fachwerkstadt im Harz, auch Pferde, Ochsen und Vögel sind dabei. Viele Zuschauer sitzen vor Schaufenstern oder in Cafes, die meisten haben sich schon anderthalb Stunden vorher an der Absperrung die besten Plätze gesichert. Allein im Festgebiet in der Innenstadt wohnen rund 4000 Menschen.

Viele Medienvertreter vor Ort

Die Besucherzahl an allen drei Tagen beziffern die Organisatoren auf 205.000. Während der Festumzug fröhlich durch die Straßen zieht, haben die Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) alle Hände voll zu tun. Vier Kameraleute fangen jedes Detail ein, gut 20 Techniker und Mitarbeiter bereiten alles für die zeitversetzte Übertragung im Fernsehen auf. Sie dauert zwei Stunden. Im Übertragungswagen, in dem Regie, Ton und Grafik sitzen, ist es kühl. Draußen schwitzt Moderator Andreas Neugeboren inmitten der Umzugsteilnehmer. 

Seit Freitag wurde in Wernigerode unter dem Motto „Bunte Stadt - buntes Land“ das 18. Landesfest gefeiert, parallel gab es das Rathausfest. „Das war ein karibisches Fest“, sagt Stadtsprecher Andreas Meling. Von Beginn an zeigte das Thermometer mehr als 30 Grad an. „Fünf Grad weniger wären auch schön gewesen.“ 95 Sanitäter und 8 Notärzte hatten es wegen des Wetters vor allem mit Kreislaufbeschwerden und Schwächeanfällen zu tun. 

Im kommenden Jahr wird die Bachstadt Köthen (Landkreis Anhalt-Biterfeld) Wernigerode als Gastgeberstadt des Landesfestes beerben. 2016 ist dann Sangerhausen (Landkreis Mansfeld-Südharz) dran.

dpa

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