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Mitteldeutschland Burschentag in Eisenach beendet - Diskussion um Sachsens Chef des Verfassungsschutzes
Region Mitteldeutschland Burschentag in Eisenach beendet - Diskussion um Sachsens Chef des Verfassungsschutzes
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14:41 15.06.2014
Fackelzug zum Burschenschaftsdenkmal in Eisenach (Archiv 2012). Quelle: dpa
Eisenach

Bei einer Demonstration linksgerichteter Gruppen gegen die Veranstaltung war es nach Angaben der Polizei zu kleineren Rangeleien zwischen Beamten und Gegendemonstranten gekommen. Ein Polizeibeamter wurde leicht verletzt und ein Einsatzfahrzeug leicht beschädigt.

Seit Donnerstag hatten sich mehrere hundert Mitglieder von Studentenverbindungen aus Deutschland und Österreich in der Wartburg-Stadt versammelt. Die DB - ein Dachverband konservativer Studentenverbindungen -  steht seit Jahren in der Kritik, rechtsextreme Umtriebe in ihren Reihen zu dulden. Die Wartburg-Stiftung hatte es der Organisation erstmals untersagt, sich dafür auf der Wartburg zu versammeln.

Am traditionellen Fackelmarsch zum Burschenschaftsdenkmal am Freitagabend beteiligten sich nach Angaben der Polizei etwa 250 Menschen. Dort sangen sie alle drei Strophen des Deutschlandliedes.

Unterdessen stieß die Mitgliedschaft des sächsischen Verfassungsschutzpräsidenten Gordian Meyer-Plath in der Bonner Burschenschaft Marchia auf heftige Kritik. Der 45-Jährige hatte eingeräumt, dort als sogenannter „Alter Herr“ aktiv zu sein. Linke und Grüne im sächsischen Landtag haben deswegen Konsequenzen gefordert. Die „Marchia“ war im Dezember 2011 aus der DB ausgetreten. „Ich halte personelle Konsequenzen für unerlässlich“, erklärte die Linke-Abgeordnete Kerstin Köditz, die auch der Parlamentarischen Kontrollkommission für den Verfassungsschutz in Sachsen angehört.

Das Innenministerium des Freistaates wies die Forderungen als „völlig überzogen“ zurück. Aus Kritik an der DB hatten zahlreiche Burschenschaften  den Dachverband in den vergangenen Jahren verlassen. Beim Burschentag 2012 war sogar offen über eine mögliche Auflösung des Verbandes diskutiert worden.

dpa

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