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Chaos und Jagdszenen rund um AfD-Kundgebung in Dresden

13. Februar Chaos und Jagdszenen rund um AfD-Kundgebung in Dresden

Eine Kundgebung der AfD am Gedenktag zum 13. Februar in Dresden ist von Jagdszenen und Gewalt überschattet worden. Vor Beginn hatten es Gegendemonstranten geschafft, auf die AfD-Kundgebungsfläche zu gelangen, ein Teil davon setzte sich auf den Boden. Was folgte, war minutenlanges Chaos.

Hunderte haben gegen die Kundgebung der AfD demonstriert.
 

Quelle: Stephan Lohse

Dresden. Der Beginn der Kundgebung der AfD am Dienstagabend auf dem Altmarkt ist von Jagdszenen und Gewalt überschattet worden. Vor Beginn der Kundgebung hatten es gegen 19 Uhr mehrere Dutzend Gegendemonstranten geschafft, auf die AfD-Kundgebungsfläche zu gelangen, ein Teil davon setzte sich auf den Boden. Was folgte, war minutenlanges Chaos.

Bei der Kundgebung der AfD zum Gedenktag der Bombardierung Dresdens kam es zu Ausschreitungen zwischen Polizisten und Gegendemonstranten. Zuvor haben etwa 11.500 Menschen an der Menschenkette um die Dresdner Innenstadt teilgenommen.

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Denn die Beamten waren auf das Szenario offenbar überhaupt nicht vorbereitet. Und anstatt beide Lager in Ruhe zu trennen, kam es zu Jagdszenen. Gewaltbereite Teilnehmer der AfD-Kundgebung schlugen zu und setzten offenbar auch Pfefferspray ein. An mehreren Stellen kam es zu Handgemengen zwischen Rechten und Linken. Auch Journalisten wurden verfolgt und bedroht. (Der Tag im Liveticker)

Polizei muss Demo-Lager gewaltsam trennen

Den Beamten gelang es relativ schnell, die Sitzenden zum Aufstehen zu bewegen. Allerdings standen da noch rund 50 Gegendemonstranten auf dem Altmarkt, die von den Polizisten mit teils roher Gewalt vom Platz geschoben wurden. Nach einigen Minuten war die Lage wieder unter Kontrolle. Die Polizei trennte beide Lager mit mehreren Ketten und einer Fahrzeugsperre.

Einige Beamten machten während dieser Minuten keinerlei Hehl aus ihrer Abneigung gegenüber den Gegendemonstranten. Als ein DNN-Mitarbeiter einen Beamten darauf hinwies, dass ein AfD-Sympathisant auf einen Menschen in der Sitzblockade einschlug, antwortete dieser: „Hoffentlich schlägt er hart zu.“ Die Polizei entschuldigte sich wenig später via Twitter für den Vorfall. „Sollte dies so gewesen sein, dann war das Verhalten unseres Kollegen völlig daneben. Dies entspricht nicht unserer Einsatzphilosophie“, teilten die Beamten mit.

Mit einiger Verspätung konnte die AfD-Kundgebung mit rund 200 Teilnehmern beginnen. Die Gegendemonstranten, an diesem Abend deutlich in der Überzahl, begleiteten die Versammlung mit einem gellenden Pfeifkonzert und Sprechchören.

Nach Ende der Veranstaltung kesselte die Polizei offensichtlich aus Sicherheitsgründen die Gegendemonstranten gegen 20.30 Uhr für mehr als eine halbe Stunde komplett ein, da noch der Großteil der AfD-Kundgebungs-Teilnehmer Kerzen an der Gedenkstätte auf dem Altmarkt ablegte und gedachte. Die eingekreisten Gegendemonstranten machten ihrem Unmut lautstark Luft und gingen teilweise aggressiv gegen die Polizeiabsperrungen vor. Dabei kam es zu mehreren Handgreiflichkeiten und Rangeleien, auch Pfefferspray und Schlagstöcke wurden von Seiten der Polizisten eingesetzt. Die Veranstalter der Gegendemo kündigten an, eine Sammelklage gegen die sächsische Polizei vorzubereiten, da eigentlich ein geordneter Abzug nach Ende der AfD-Kundgebung abgesprochen war.

Von sl/sbu

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