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Mitteldeutschland „Chemnitz nazifrei“ kritisiert Polizei – kein Gegenprotest am Donnerstag
Region Mitteldeutschland „Chemnitz nazifrei“ kritisiert Polizei – kein Gegenprotest am Donnerstag
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23:17 29.08.2018
Das Bündnis „Chemnitz nazifrei“ kritisiert in seiner Stellungnahme das Verhalten der Polizei und der sächsischen Landesregierung. (Symbolfoto) Quelle: dpa
Chemnitz

Von Seiten des antirassistischen Bündnisses „Chemnitz nazifrei“ wird es am Donnerstag keinen Gegenprotest im Umfeld der rechten Demonstration von „Pro Chemnitz“ geben. „Die Demonstration am Montag hat uns gezeigt, dass die Polizei derzeit nicht willens oder in der Lage ist, unser Grundrecht auf Versammlungsfreiheit und körperliche Unversehrtheit zu garantieren“, heißt es in einer am Mittwochabend auf Facebook veröffentlichten Stellungnahme der Initiative.

Scharfe Kritik äußern die Verantwortlichen auch an der sächsischen Landesregierung um Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Es sei kein Wille erkennbar, die Situation zu verbessern. Vor diesem Hintergrund und wegen des am Sonntag und Montag in Chemnitz auf den rechten Demonstrationen erlebten Aggressions- und Gewaltpotenzials sei es unverantwortlich, für Donnerstag zu Gegenprotesten aufzurufen.

In der Stellungnahme heißt es weiter, dass sich der Aufrufverzicht nur auf die „Pro Chemnitz“-Demonstration am Donnerstag bezieht. Für Samstag mobilisieren AfD und die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung für einen sogenannten Schweigemarsch. Diesem Aufruf will sich „Chemnitz nazifrei“ nach eigenen Angaben mit einem breiten und großen Protest entgegenstellen.

Von anzi

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