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Mitteldeutschland Chemnitzer Archäologie-Museum vor Eröffnung – Leipziger Studenten wollen protestieren
Region Mitteldeutschland Chemnitzer Archäologie-Museum vor Eröffnung – Leipziger Studenten wollen protestieren
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17:03 14.05.2014
Rund 6000 Exponate für 300.000 Jahre Menschheitsgeschichte: Am Donnerstag wird das neue Archäologie-Museum in Chemnitz eröffnet. Quelle: dpa
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Leipziger Archäologie-Studenten kündigten zur Eröffnung am Donnerstag Protest an.

Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung zeigte sich von Schorlemer zufrieden. „Das neue Museum wird über die Landesgrenzen hinaus strahlen“, sagte sie bei einem Rundgang. Fachlich und gestalterisch sei es richtungsweisend für den mitteleuropäischen Raum. Archäologie werde modern und spannend präsentiert. „Es wird den Ruf Sachsens als Kulturland weiter festigen.“

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Tillich und Wanka kommen zur Eröffnung

Das neue Museum wird nach etwa viereinhalbjähriger Bauzeit im ehemaligen Chemnitzer Kaufhaus Schocken am Donnerstag festlich eröffnet. Auf etwa 3000 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden dort mit rund 6000 Exponaten sowie hochmoderner Technik fast 300 000 Jahre Menschheitsgeschichte dargestellt. Laut Ministerin sind die Kosten für die Einrichtung der Ausstellung von veranschlagten 13,5 Millionen Euro auf etwa 15 Millionen Euro gestiegen. Das sei - inflationsbereinigt - vorbildlich. Die Umbaukosten des nach Plänen von Erich Mendelsohn (1887-1953) errichteten Hauses beliefen sich auf fast 32 Millionen Euro.

Gäste der Eröffnung sind unter anderen Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (beide CDU). Vor dem Haus wollen Leipziger Archäologie-Studenten zgegen die geplante Schließung ihres Instituts protestieren. Die Universität Leipzig will unter anderem bis 2017 die Klassische Archäologie schließen, um Sparvorgaben der Regierung zu erfüllen.

Für Besucher ab Freitag geöffnet

Laut Ministerin werden am Donnerstag auch Mitglieder der jüdischen Unternehmerfamilie Schocken erwartet, denen das einstige Kaufhaus gehört hat. Das Haus sei so auch ein Beitrag zur Aussöhnung und solle an jüdisches Leben in Deutschland vor der Nazi-Herrschaft erinnern, sagte von Schorlemer.  Die Eröffnung war auf den 15. Mai gelegt worden, weil auch das Kaufhaus am 15. Mai 1930 eröffnet wurde. Für Besucher ist das Museum ab Freitag zugänglich.

dpa

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