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Mitteldeutschland Computer-Rekonstruktion von Stasi-Akten kommt voran
Region Mitteldeutschland Computer-Rekonstruktion von Stasi-Akten kommt voran
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07:56 07.01.2010
Archivassistenten der Gauck-Behörde setzen in mühevoller Kleinarbeit Papierschnitzel zusammen.
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Berlin

Farbe und Kontur der Stasi-Papiere könne das elektronische Puzzle bereits erkennen. Der Abschluss des Projektes im Auftrag der Bundesbehörde wird aber erst 2011 oder im ersten Halbjahr 2012 erwartet.

Als Gründe für die Verzögerung hatte das Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik Berlin angegeben, dass eine spezielle Scannertechnologie erst entwickelt werden musste. Auch die Abwanderung von weltweit gefragten Wissenschaftlern hatte zu Problemen geführt. Ursprünglich wollte das Institut von 2010 an Akten am Computer zusammenfügen.

Das nach Institutsangaben weltweit einmalige Projekt startete 2007. Der Bundestag hatte etwa sechs Millionen Euro bereitgestellt. Zunächst soll die zerrissene Hinterlassenschaft des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) aus 400 Säcken am Computer zusammengesetzt werden.

Bürgerrechtler konnten 1989/1990 Tausende Säcke mit Stasi- Papierschnipseln vor der endgültigen Vernichtung retten. Derzeit lagern bei der Stasi-Unterlagenbehörde noch mehr als 15 000 Säcke. Stasi-Offiziere hatten zum Schluss Akten per Hand zerrissen, weil die Reißwölfe heiß gelaufen waren.

Bis zu 600 Millionen Schnipsel sind nach Schätzungen in den sichergestellten Behältnissen - die Bundesbehörde geht von relevanten Papieren aus. Sie nimmt an, dass Material aus den Jahren 1988/89 in den Säcken liegt. Im bayerischen Zirndorf wurden seit Mitte der 90er Jahre in mühevoller Kleinarbeit Papiere aus knapp 400 Behältern zusammengesetzt. Das sind nach Angaben der Birthler-Behörde etwa 900 000 Blätter. Ob und wie nach dem Pilotprojekt die elektronische Zusammensetzung von Schnipseln weitergehe, entscheidet laut Behörde der Bundestag.

dpa

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