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Mitteldeutschland DAK-Gesundheitsreport: 1,35 Millionen Sachsen mit Schlafstörungen
Region Mitteldeutschland DAK-Gesundheitsreport: 1,35 Millionen Sachsen mit Schlafstörungen
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15:25 27.04.2017
So friedlich schlafen nur die wenigsten Sachsen, die im Erwerbsleben stehen. Quelle: dpa
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Dresden - 

Fast drei Viertel (71,4 Prozent) der Erwerbstätigen in Sachsen und damit 1,35 Millionen Menschen schlafen nach eigenen Angaben schlecht. Dabei leidet jeder zehnte Beschäftigte an der besonders schweren Schlafstörung Insomnie, wie aus dem am Donnerstag in Dresden vorgestellten DAK-Gesundheitsreport 2017 hervorgeht. Die Zahl der Betroffenen im Freistaat und angrenzenden Bundesländern habe sich seit 2009 mehr als verdoppelt. Laut DAK geht aber kaum einer zum Arzt und nur eine Minderheit melde sich krank.

Gesundheitsschädlich

„Schlafstörungen werden leicht unterschätzt“, mahnte DAK-Landeschefin Christine Enenkel. Dabei könne chronisch schlechter Schlaf ernsthaft der Gesundheit schaden. So erhöhe sich das Risiko für Erkrankungen wie Stoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Herzschäden. „Viele Menschen haben nachts das Smartphone an der Steckdose, können aber ihre eigenen Akkus nicht mehr aufladen.“ Arbeit am Limit und ständige Erreichbarkeit nach Feierabend verschärften das Problem ebenso wie zu viel abendliche TV- und Computer-Nutzung.

5000 Erwerbstätige befragt

Für die Analyse wurden bundesweit über 5000 Erwerbstätige zwischen 18 und 65 Jahren befragt, die Daten von rund 66 300 DAK-Mitgliedern ausgewertet und die Ergebnisse mit dem Report von 2010 verglichen. Resultat: Die Zahl der 35- bis 65-Jährigen mit schweren Schlafstörungen hat sich mehr als verdoppelt, der Anteil der „Gutschläfer“ sank von knapp 55 auf 29 Prozent.

Von LVZ

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