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Debatte um Fusion: gespalte Reaktionen auf Idee eines Großkreises

Debatte um Fusion: gespalte Reaktionen auf Idee eines Großkreises

Die Idee von Heiko Wittig, Kreistagsfraktions-Chef von SPD und Grünen im Landkreis Nordsachsen, seinen Kreis in einem Großkreis mit dem Landkreis Leipzig aufgehen zu lassen, spaltet die politischen Entscheidungsträger in der Region.

Wurzen. Während der Erste Beigeordnete des Landkreises Leipzig, Klaus-Jürgen Linke (CDU), und die frühere Landrätin Petra Köpping (SPD) den Vorstoß ablehnen, hält Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) Wittigs Vorgehen für begrüßenswert.

Wittig hatte erklärt, er sei dafür, den Landkreis Nordsachsen ganz aufzulösen und mit dem Landkreis Leipzig einen sogenannten Großkreis zu bilden. Damit ließen sich auch gleich die Landesdirektionen auflösen. Flankenschutz erhielt Wittig von Gotthard Deuse, seines Zeichens FDP-Fraktionsvorsitzender im Torgauer Kreistag. Die Liberalen hätten bereits im Jahr 2008 einen Großkreis bevorzugt. Auch Gerhard Gey (CDU), Landrat des Kreises Leipzig und zuvor bis 2008 Landrat im Muldentalkreis, hatte im Vorfeld der Kreisreform immer wieder die Idee eines Großkreises Leipzig ins Spiel gebracht. Für das Landratsamt in Borna ist die Variante aktuell jedoch kein Thema.

"Fusionen sind kein Allheimittel", sagte der Beigeordnete Linke, der sich für den gestern auf einer Landräte-Tagung weilenden Gey äußerte. Die aktuelle Diskussion in Nordsachsen mache vor allem deutlich, dass der dortige Landkreis ernsthafte finanzielle Probleme habe.

Anders beurteilte der Grimmaer Oberbürgermeister den Wittig-Vorstoß in Nordsachsen. "Ein Großkreis wäre der richtige Schritt gewesen, denn die von Dresden auf den Weg gebrachte Verwaltungs- und Kreisreform hat sich als Flop erwiesen", so Berger. "Es ist eine sinnlose Institution geschaffen worden. Im neuen Kreisgebiet lässt sich ohnehin keine Identität mehr stiften, dazu sind die Strukturen zum Beispiel zwischen Muldental und Neuseenland viel zu unterschiedlich. Dann hätten die Verantwortlichen wenigstens auf Verwaltungseffizienz setzen, gleich einen Großkreis schaffen und die Landesdirektion abschaffen sollen." Köpping äußerte sich verwundert darüber, dass der Freistaat Sachsen im Landkreis Nordsachsen keinen Amtsverweser einsetzt. Die 51-Jährige ist sich sicher, "dass ich als SPD-Landrätin garantiert einen Amtsverweser vor die Nase gesetzt bekommen hätte".

nn/hei

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