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„Deep Red Radio“ aus Dresden - Folge 1. des Internetradios über Horrorfilme erreicht fast 14.000 Hörer

„Deep Red Radio“ aus Dresden - Folge 1. des Internetradios über Horrorfilme erreicht fast 14.000 Hörer

Filme, die Angst und Schrecken verbreiten wollen, gibt es zu Hauf, doch allzu oft gelingt es den Machern nicht, tatsächlich Verstörung beim Publikum auszulösen.

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Loonen und Tobe produzieren das Horrorfillm-Radio "Deep Red Radio".

Quelle: Franziska Schmieder

Dresden. Tobias Fritzsche und Maximilian Scholz alias Tobe und Loonen jedoch wissen genau, welcher Gruselfilm echte Gänsehaut zaubert. Die zwei Dresdner produzieren seit einigen Monaten das einzige Horrorfilm-Radio der Stadt, (DRR) und sind damit europaweit auf Sendung. Folge Nummer eins hörten bisher fast 14.000 Personen.

Die zweite Folge, diesmal im Podcast-Format, wird ab 25. Dezember im Internet zu hören sein. „Das wäre mal ein etwas anderes Weihnachtsprogramm“ schmunzelt Loonen. Die zwei jungen Männer haben sich auf dem 1. Cinestrange-Festival in Dresden kennengelernt. Passend dazu kommt in Sendung Nummer zwei auch Michael Flintrop, Mitveranstalter des Festivals, zu Wort. Weitere Themen sind unter anderem das Remake von Alexandre Ajas „Maniac“ (Kinostart: 27. Dezember), „Silent Hill: Revelation 3D“ (läuft bereits) oder „Zimmer 205“ (ab Januar im Kino). Auch eine Filmvorschau auf das Jahr 2013 ist enthalten.

Loonen und Tobe wollen zunächst pro Jahr sechs Sendungen produzieren, die auf Radio Diabolus, einem Internet-Sender, jeweils viermal wiederholt werden. Parallel nehmen die zwei sechs Podcasts auf, so dass am Ende des Jahres jeweils 12 Folgen „Deep Red Radio“ entstanden sein sollen. Die Idee dazu hatte Tobe schon vor einigen Jahren, Erfahrung mit Radio war auch vorhanden. Das Zusammentreffen mit Loonen auf der Cinestrange war dann die Initialzündung.

Und was macht nun einen wirklich guten Horrorfilm aus? „Filme, die auf Spannung setzen, halten sich natürlich viel länger als solche, die nur mit Effekten punkten wollen“, meint Loonen. „Was vor 20 Jahren ganz schrecklich und ein Tabubruch war, ist heute teilweise zum Lachen.“ Man denke an das Mitte der 80er Jahre entstandene Genre des Splatter-Films. Gut gemachte Filme, die weniger auf Effekte setzten, zählen auch heute noch zu den beliebtesten. Tobe zählt auf: „Rosemarys Baby, Omen, der Exorzist. Diese Klassiker sind auch heute noch gut und reißen die Leute mit. Sie sind in Würde gealtert.“

Nach einer Periode mit vielen, vielen Vampirfilmen kamen vermehrt Zombie-Filme in die Kinos. Später war „Found Footage“ in Mode - verwackelte Bilder in der Tradition von „Blair Witch Project“. Zurzeit besinnt sich die Szene wieder mehr auf Spannung und eine gute Story, zu sehen zum Beispiel in „Insidous“ oder „Die Frau in Schwarz“. Das begrüßten die zwei Radiomacher.

Welche Projekte würden Tobe und Loonen gerne noch sehen? „Ich hätte gern mehr gute Verfilmungen von Stephen King oder eine Realverfilmung von He-Man“, meint Loonen. „Da gibt es jetzt einen Regisseur dafür, der Typ, der „Step Up 3D“ gemacht hat“, weiß Tobe. Das ist ein Tanzfilm. „Obwohl, eigentlich muss man Angst vor dieser Verfilmung haben“. Erschrecken können sich beide trotz langjähriger Horrorfilmerfahrung auch immer noch. Tobe rutschte erst neulich bei „Sinister“ das Herz in die Hose und Loonen gruselt sich immer noch vor dem bösen Clown „Pennywise“ aus Stephen Kings „ES“, obwohl der Film schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Guter Stoff altert eben in Würde.

Franziska Schmieder

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