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Demos in Leipzig und Delitzsch: Proteste richten sich gegen Neonazis und Gewalt in Syrien

Demos in Leipzig und Delitzsch: Proteste richten sich gegen Neonazis und Gewalt in Syrien

Gleich drei Demonstrationen sind für das Wochenende in Leipzig und Delitzsch geplant. Für Sonnabend ruft das Bündnis „Ladenschluss“ zu einer Kundgebung unter dem Motto „Im Osten nichts Neues.

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Im Leipziger Osten gibt es einen neuen Laden, in dem Kleidung der in der rechten Szene beliebten Marke Thor Steinar Marke verkauft wird. Am Sonnabend soll unter anderem gegen dieses Geschäft demonstriert werden.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig/Delitzsch. Gegen Nazis und rechte Alltagskultur“ auf. Unterstützt wird die Demo vom Leipziger Kreisverband der Grünen.

In einer Mitteilung der Partei heißt es, Aktionen von Neonazis und die Eröffnung des Bekleidungsgeschäfts „Fighting catwalk“ im Osten Leipzigs zeigten die Notwendigkeit, rassistischen und menschenfeindlichen Bestrebungen entschieden entgegenzutreten. In dem genannten Laden werden unter anderem Textilien der bei Neonazis beliebten Marke „Thor Steinar“ verkauft. Ende 2011 habe sich zudem in der Langen Straße ein neuer Treffpunkt für Neonazis etabliert, heißt es in der Meldung weiter.

Carolin Waegner, Koordinatorin des Arbeitskreises Demokratie und Zivilcourage, wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert: „Es ist undenkbar, dass Neonazis und deren Gedankengut bis weit in die Mitte der Gesellschaft hineinwirken. Hier müssen wir als Einwohner der Stadt ein klares Signal setzen.“ Und Monika Lazar, Bundestagsabgeordnete der Grünen und Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus, sagt, es sei wichtig, sich offen gegen menschenfeindliche Bestrebungen zu bekennen. Homophobie, Sexismus, Rassismus und andere Formen der Menschenfeindlichkeit gelte es durch Zivilcourage zu bekämpfen.

Die Auftaktveranstaltung ist für 12 Uhr am Friedrich-List-Platz in Leipzigs Stadtteil Zentrum-Ost vorgesehen. Von dort aus ist eine Route entlang der Ludwig-Erhard-Straße, Kreuzstraße, Inselstraße, Dresdner Straße, Gerichtsweg zum Täubchenweg geplant. Von dort geht es nach einer Zwischenkundgebung weiter Richtung Eisenbahnstraße und dann zum Lene Voigt Park. Vor dem ehemaligen Zollschuppen soll bis 20 Uhr ein Straßenfest stattfinden. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 500 Teilnehmern.

Kundgebung gegen Gewalt in Syrien auf dem Augustusplatz in Leipzig

Wegen der Gewalt in Syrien wurde ebenfalls am Sonnabend eine Demo unter dem Motto „Unterstützung für Syrien“ angemeldet. Treff hierzu ist um 14 Uhr auf dem Augustusplatz in Leipzig. Vorgesehen ist ein Protestmarsch durch die Innenstadt über den Neumarkt zurück zum Ausgangspunkt. Auch hier rechnet der Anmelder, eine Privatperson, mit bis zu 500 Teilnehmern. Um 17 Uhr soll die Veranstaltung beendet sein.

Entlang der Routen kann es zur Behinderungen des Verkehrs kommen.

Protest gegen Überfall auf Konzertbesucher in Delitzsch

Eine weitere Demonstration gegen Rechtsextremismus ist für Sonntag in Delitzsch angekündigt. Hintergrund ist ein Überfall auf zwei Besucher eines Konzertes in Delitzsch am vergangenen Sonntag. Wie es in einer Mitteilung des Antifaschistischen Netwerks Leipziger Land heißt, wurde dabei ein Musiker aus Tschechien so schwer verletzt, dass dieser womöglich bleibende Schäden davon trägt und auf einem Auge nicht mehr sehen kann. Einer Frau wurde außerdem gegen den Kopf geschlagen. Unter dem Slogan „Naziterror entgegentreten. Immer und überall.“ solle deshalb Position gegen rechtsextreme Gewalt und Alltagskultur bezogen werden.

Kritik üben die Veranstalter an der Reaktion des Oberbürgermeisters von Delitzsch. Dieser mache Opfer von Gewalt und deren Unterstützer zu Tätern, indem er sich einer öffentlichen Positionierung gegen Neonazis mit Verweis auf den sozialen Frieden verweigere. Das sei ein Skandal, heißt es in einer Meldung des Netzwerks.

Bereits in der Vergangenheit habe es Angriffe auf den Veranstalter des Konzertes durch Neonazis gegeben, so die Anmelder weiter. Der Protestzug beginnt um 14 Uhr am Unteren Bahnhof in Delitzsch.

rob

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