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Denkmäler von Lenin und Stalin stehen weiter zum Verkauf

"Roter Bahnhofsvorsteher" Denkmäler von Lenin und Stalin stehen weiter zum Verkauf

Vor einem Vierteljahrhundert erwarb ein Unternehmer aus Schwaben reihenweise kommunistische Denkmäler des ehemaligen Ostblocks - darunter auch das berühmte Lenin-Momument aus Dresden. Jetzt will der Sohn des Naturstein-Fabrikanten die Werke versteigern - aber wo findet man einen Käufer?

Der Kopf des Lenin-Denkmals beim Abtransport 1992 in Dresden (rechts) und heute. Am Sonnabend konnte für das übergroße Monument kein neuer Besitzer gefunden werden. (Archivbild)

Quelle: dpa

Gundelfingen an der Donau/Dresden. Der ehemalige "rote Bahnhofsvorsteher" aus Dresden hat keinen neuen Besitzer. Bei der Versteigerung von sechs monumentalen Denkmälern aus dem früheren Ostblock hat sich im schwäbischen Gundelfingen kein Käufer gefunden. Bei der Auktion der überlebensgroßen Exponate von Stalin, Lenin und anderen Politikern gingen am Samstag keine Gebote ein. Ein paar Interessenten hatten die Auktion über einen Livestream im Internet mitverfolgt - vor Ort waren nur Journalisten und einige Schaulustige vertreten. Keiner wollte aber zu den vom Auktionator angesetzten Preisen mitbieten.

Die berühmte Leninstatue aus Dresden und andere osteuropäische Monumente sollten am Sonnabend in Gundelfingen an der Donau (Bayern) versteigert werden. Diese Statue kam in den 1990er Jahren in das bayerische Schwaben.

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Unternehmer Josef Kurz bekam die Denkmäler kommunistischer Diktatoren nach dem Zerfall des Ostblocks geschenkt und brachte sie nach Schwaben. Kurz wollte eigentlich einen Skulpturenpark errichten, scheiterte aber sowohl in Gundelfingen als auch im oberpfälzischen Wackersdorf. Nach seinem Tod haben die Söhne entschieden, die Figuren zu verkaufen.

Mit Interesse wird die Entwicklung vor allem in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden verfolgt. Hier stand das wohl prominenteste Exponat mit Lenin in DDR-Zeiten vor dem Hauptbahnhof und war als "roter Bahnhofsvorsteher" bekannt. Ein Stadtrat der Linken gab zu bedenken, ob man die Skulptur nicht zurückholen solle. Laut Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) ist das aber aus Kostengründen im laufenden Haushalt nicht möglich.

Neben dem Lenin-Denkmal waren auch fünf weitere Skulpturen aus Stein und Bronze im Angebot. Sie werden eventuell in der Nachkaufzeit in den nächsten vier Wochen weiterverkauft.

LVZ

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