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Mitteldeutschland "Der Betrieb läuft nur mit Spenden" - Marion Werner im Interview über die Kinderhospizarbeit
Region Mitteldeutschland "Der Betrieb läuft nur mit Spenden" - Marion Werner im Interview über die Kinderhospizarbeit
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19:51 09.02.2012
Marion Werner, Leiterin des Kinder- und Jugendhospiz in Tambach-Dietharz. Quelle: privat
Leipzig

Im Interview spricht sie über ihre Arbeit.

Worin liegt der Unterschied zwischen einem Kinderhospiz und einem Hospiz für Erwachsene?

Wir bieten wie Hospize für Erwachsene auch Trauerbegleitung an, aber zu uns kommen die Kinder nicht nur in der Sterbephase, sondern auch, damit sich die Angehörigen von der Pflege erholen können. Zudem ist das Personal speziell auf den Umgang mit Kindern und Jugendlichen geschult.

Sie werden von vielen Promineten wie Tim Mälzer, Toto und Harry oder Herbert Grönemeyer beim Spendensammeln unterstützt. Weshalb ist das nötig?

Für den Bau der Kinderhospize gibt es bislang keine festgelegten staatlichen Mittel und auch der Betrieb läuft nur mit Spenden kostendeckend. Denn die Krankenkasse zahlen zwar die Kosten für das kranke Kind, der Aufenthalt der Angehörigen wird aber nicht übernommen.

Wiso stellen Sie den Eltern die Kosten nicht einfach in Rechnung?

Die Pflege eines so kranken Kindes ist sehr kostenintensiv. Außerdem kann meist nur ein Elternteil den Lebensunterhalt bestreiten, weil sich der andere Vollzeit um das Kind kümmern muss. Wenn es ihnen finanziell möglich ist, beteiligen sich die Familien mit einer Spende aun den Aufenthaltskosten.

Franziska Seifert

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