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Mitteldeutschland Der Handyvertrag entscheidet, was die S-Bahn-Fahrt kostet
Region Mitteldeutschland Der Handyvertrag entscheidet, was die S-Bahn-Fahrt kostet
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00:26 28.03.2018
So sieht es aus, wenn die App funktioniert. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Beim Bahnfahren liegen oft Freud und Leid nah beieinander. Diese Erfahrung machen auch S-Bahn-Nutzer auf der Strecke AltenburgLeipzig. Verspätungen der Bahnen S5 und S5X waren in den zurückliegenden Wochen nicht selten. Wartezeiten von bis zur 45 Minuten mussten verkraftet werden. Ärgerlich, aber meist auf Wetterkapriolen oder wie kürzlich den Großbrand neben der Strecke in Böhlen zurückzuführen.

Doch nicht nur Unpünktlichkeit sorgt bei manchen Fahrgästen für Unzufriedenheit. Auch technisches Problem mit einem Onlineangebot des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV), der easy.GO-App. Ein nützlicher Helfer auf dem Smartphone soll sie sein. Und vielfach klappt es auch: Mit wenig Aufwand lassen sich Verbindungen im gesamten Netz abrufen, werden oft sogar die tatsächlichen Abfahrts- und Ankunftszeiten – inklusive Verspätungen – angezeigt. Außerdem kann mit der App das passende Ticket gekauft werden. Doch genau bei diesem Service kann es Probleme geben: Nicht alle Telefon-Provider unterstützen diesen Service. Das heißt, wer den falschen Handyvertrag, den falschen Anbieter hat, kann mit dem Smartphone keine Fahrkarte kaufen. Das wäre an sich noch klein so großes Ärgernis, wenn nicht die easy.GO-App ein spezielles Fahrscheinangebot hätte, das nur per Smartphone zu bekommen ist: das sogenannte MDV-Hopper-Ticket. Es ist deutlich preiswerter als andere Angebote.

Kostet die einfache Fahrt AltenburgLeipzig am Schalter 9 Euro, fallen auf dem Smartphone nur 5,70 Euro an. Die Tickets gelten dann jeweils 3,5 Stunden, sind also bis auf den Preis identisch. „Das Problem ist uns bekannt“, erklärt MDV-Sprecherin Juliane Vettermann. Eine Liste aller Provider, welche den Kauf von easy.GO-Tickets unterstützen, ist im Internet veröffentlicht. Aber um den Kauf von Tickets über easy.GO zukünftig für alle Nutzer zu ermöglichen, arbeite der MDV an der Einführung neuer Bezahlverfahren. Übrigens, so erläutert Vettermann: Das Hopper-Ticket und auch der Einzelfahrt-Fahrschein gelte regelmäßig nur für eine Fahrt. „Die Gültigkeit einer Einzelfahrt endet mit der Ankunft am Ziel. Eine Rückfahrt ist ausgeschlossen.“ Abgedeckt sind aber Anschlussfahrten mit anderen Verkehrsmitteln des MDV, das heißt, die Tickets gelten zum Beispiel in der Straßenbahn oder dem Stadtbus weiter.

Von Jörg Reuter

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