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Mitteldeutschland Der Stadtverwaltung zu laut: Christopher Street Day in Dresden droht das Aus
Region Mitteldeutschland Der Stadtverwaltung zu laut: Christopher Street Day in Dresden droht das Aus
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20:52 21.03.2015
Quelle: Julia Vollmer
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Dresden

Der Organisator ist sauer. Der Grund: bei Gesprächen mit der Versammlungsbehörde, dem Grünflächenamt und den Dresdner Musikfestspiele soll sich herauskristallisiert haben, dass es wohl keine Erlaubnis für das Event auf dem Altmarkt geben wird, weil der Geräuschpegel zu hoch sei. Die Musikfestspiele finden parallel statt.

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„Angeblich ist der Christopher-Street-Day zu laut, soll nun auf die Cockerwiese außerhalb der Stadt verlegt werden.“ erklärt Ronald Zenker. „Kaum ist unsere Schirmherrin Helma Orosz nicht mehr im Amt, probt die Verwaltung den Aufstand. Das lassen wir uns nicht gefallen“, so Zenker. Noch 2014 habe Orosz während der Veranstaltung bekräftigt, dass der CSD auf den Altmarkt gehöre. Kommt bis Montagabend von der Stadtverwaltung keine Reaktion auf seine Abmeldung, soll die Veranstaltung definitiv nicht stattfinden.Nach Veranstalterangaben müsste die komplette Demo-Route geändert werden, weil man von der Cockerwiese abfahren müsste, aber die LKW´s nicht auf die Wiese fahren dürfen. „Ein Fest auf der abgelegenen Wiese außerhalb der Stadt ist aber kein Stadtfest mehr“, beschwert sich der Verein. Die Stadtverwaltung war am Samstag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Unterstützung kommt von der Partei Die Linke. "Der Christopher Street Day – die Demonstrationen genauso wie die dazugehörigen Veranstaltungen – ist schon seit Jahren ein fester Bestandteil der Dresdner Stadtkultur“, so Linken-Stadträtin Pia Barkow „Es ist unglaublich, dass Kulturbürgermeister Lunau den CSD dieses Jahr auf die Cockerwiese verbannen will, fernab vom gut besuchten Innenstadtbereich. In nahezu allen deutschen Großstädten finden Paraden anlässlich des CSD statt, überall selbstverständlich in den Innenstädten. Das Demonstrationsrecht ist ein Grundrecht. Für eine Demonstration ist es allerdings essenziell, dass sie auch von Menschen, die nicht unmittelbar teilnehmen, gehört und gesehen wird, daher ist völlig unbegreiflich, wieso dem CSD dieses Jahr in Dresden diese Sichtbarkeit verwehrt werden soll“, sagte die Politikerin weiter.

Julia Vollmer

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