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Dicke Socken und heißer Tee gegen kalte Füße

Dicke Socken, heißer Tee und eine Wärmflasche: Wer in diesen Wintertagen kalte Füße hat, ist mit solchen Hausmitteln gut bedient. Denn solange keine Schmerzen auftreten, sind Eis-Füße kein Grund zur Sorge, sagte Wolfgang Wesiack.

Hamburg. Sie sind vielmehr eine natürliche Reaktion des Körpers auf die gegenwärtigen Temperaturen: „Wenn es draußen kalt ist, muss der Körper zusehen, dass er seine Kerntemperatur aufrecht erhält“, erläuterte der Facharzt für Innere Medizin in Hamburg.

Diese sogenannte Thermoregulation ist überlebenswichtig. Dafür ziehen sich die Gefäße zusammen, die weit entfernt von den lebenswichtigen Organen verlaufen. In der Folge fließt weniger warmes Blut durch Füße und auch Hände. „Indem dorthin weniger Wärme abgegeben wird, bleibt bei den zentralen Organen die Temperatur erhalten“, erklärte Wesiack, der auch Präsident des Berufsverband Deutscher Internisten ist.

Nicht fehlen sollten bei Aktivitäten an der frischen Luft Socken, die die Wärme gut halten, zum Beispiel solche für Skifahrer. Auch Thermosohlen und viel Bewegung können helfen. Wer trotzdem kalte Füße hat, geht am besten ins Warme, nimmt ein Fußbad und legt sich abends sich eine Wärmflasche ins Bett. „Man kann sich die Wärme auch von innen durch Trinken zuführen“, rät der Arzt. Dabei ist heißer Tee besser als Glühwein: Alkohol erweitert zwar die Gefäße. Aber er verändert auch die Thermoregulation und kann im Freien so schlimmstenfalls zum Erfrieren führen.

Wer kalten Füßen vorbeugen will, sollte seinen Körper rechtzeitig abhärten - zum Beispiel durch regelmäßige Saunagänge oder Warm-Kalt-Wechselbäder. „Sie sind sinnvoll, weil dadurch die Thermoregulation trainiert wird“, sagte Wesiack. Allerdings braucht das Zeit: Wer jetzt erst damit anfängt, sei zu spät dran. Von neuerdings erhältlichen „wärmenden Fußcremes“ hält der Mediziner nichts: Hier laufe wie bei Thermopflastern lediglich ein chemischer Prozess ab, der Wärme freisetzt.

Sind die kalten Füße mit Schmerzen verbunden, rät Wesiack zum Arztbesuch. Nehmen die Beschwerden beim Gehen zu, sei das ein weiteres Warnsignal. Womöglich handelt es sich um eine arterielle Durchblutungsstörung - es gelangt nicht mehr genug Sauerstoff in die Beine. Die Ursache kann dem Mediziner zufolge eine Gefäßerkrankung wie Arteriosklerose, Bluthochdruck oder Diabetes sein. Auch Nervenschäden durch eine Polyneuropathie sind denkbar.

Nina C. Zimmermann, dpa

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