Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Dienstag drohen Unwetter mit Starkregen - Rekordwerte am Pfingst-Wochenende
Region Mitteldeutschland Dienstag drohen Unwetter mit Starkregen - Rekordwerte am Pfingst-Wochenende
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:31 09.06.2014
Julia (26,v.l.), Isa (22), Anne (29) und Natalie (22) nutzen wie viele Leipzigerinnen und Leipziger die zahlreichen Möglichkeiten, um sich im, auf dem und eben wie hier am Wasser der Pustblumen-Springbrunnen Erfrischung zu gönnen. Quelle: Volkmar Heinz
Anzeige
Leipzig

Am Sonntag purzelten in Sachsen reihenweise, wenn oftmals auch nur um wenige Zehntel,  die bisher gemessenen Bestwerte für einen 8. Juni. Die höchste Marke lasen die Wetterexperten in Dresden-Strehlen mit 34,5 Grad ab. Wegen der Innenstadtlage sind dort die Temperaturen allerdings immer etwas höher als in den ländlichen Lagen.

Wettervorhersage für Sachsens Städte

In Görlitz kletterte die Quecksilbersäule auf 31,2 Grad. Dort werden die Werte seit 1858 erfasst. Kein Wert war dort an einem 8. Juni so hoch wie 2014. Leipzig erreichte in Holzhausen 32,8 Grad und am Flughafen 33 Grad.

Unwetter am Dienstag erwartet

Voigt erwartet am Montag noch keine breite Gewitterfront. Das Risiko liege bei fünf bis zehn Prozent. Am Dienstag sehe das anders aus: „Da sind nachmittags schwere Unwetter möglich“, so der Meteorologe. Er rechnet dabei mit Starkregen mit mehr als 25 Litern pro Quadratmetern und auch Hagelkörnern. Die Eisklumpen könnten eine Größe von bis zu vier Zentimeter erreichen.

Gewitterhimmel bei Sauzin in Mecklenburg-Vorpommern. Quelle: dpa

Einen ersten Vorgeschmack bekamen bereits die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und in Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben der Rostocker Polizei stürzten am Sonntagabend Bäume auf Autos und Häuser. In Nordwestmecklenburg wurde eine Autofahrerin dabei am Kopf verletzt. In Warnemünde und Wismar brannten Dachstühle nach Blitzeinschlägen. Die Schäden gingen nach ersten Schätzungen in die Hunderttausende. Am Montagmorgen erlebte hingegen vor allem Nordrhein-Westfalen regenreiche Unwetter. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) waren sie aus Belgien in das Land gezogen.

Hohe Waldbrandgefahr

Mit den Temperaturen steigt auch die Gefahr von Waldbränden in Sachsen. In Dresden und den nördlichen Teilen des Landkreises Bautzen galt am Pfingstmontag die höchste Warnstufe 5, wie Klaus Kühling vom Staatsbetrieb Sachsenforst mitteilte. „In weiten Teilen der Landkreise Nordsachsen, Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Mittelsachsen, Erzgebirgskreis, Vogtlandkreis, Görlitz und in Chemnitz herrscht eine hohe Waldbrandgefahr der Stufe 4“. In den übrigen Landesteilen gelte die mittlere Warnstufe 3. Ausflügler sollten sich in den Wäldern besonders vorsehen, um keine Feuer zu entfachen. Ein generelles Verbot, den Wald zu betreten, gibt es aber auch bei der höchsten Warnstufe nicht. Kühling zufolge dürfte die höchste Waldbrandgefahrenstufe am Dienstag auch für die Landkreise Nordsachsen, Bautzen und Görlitz gelten.

Zum Ende der Woche kühlen sich die Temperaturen in Sachsen wieder ab. Am kommenden Wochenende soll wechselhaft bei Werten von um die 20 Grad werden.

Matthias Roth/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach einer Übersicht des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung haben sechs der neun deutschen Nachbarländer Mindestlöhne - sie gehen aber weit auseinander.

07.06.2014

Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), erwartet von dem einheitlichen Mindestlohn für Ost und West eine stärkere Angleichung der Lebensverhältnisse.

07.06.2014

Das Geschäft ist hart. „Es wird gefeilscht, bis das Blut kommt“, sagt der Unternehmer Lutz Möbius aus Zeitz im Süden Sachsen-Anhalts über seine Kundschaft.

07.06.2014
Anzeige