Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Drei mitteldeutsche Städte wollen Kulturhauptstadt 2025 werden – Halle nicht dabei
Region Mitteldeutschland Drei mitteldeutsche Städte wollen Kulturhauptstadt 2025 werden – Halle nicht dabei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:13 21.06.2017
Der Theaterplatz in Chemnitz. Neben Dresden bewirbt sich Chemnitz als zweite sächsische Stadt als Kulturhauptstadt Europas 2015. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa
Berlin

Berlin war es 1988, Weimar 1999 und Essen mit dem Ruhrgebiet im Jahr 2010: Im Jahr 2025 darf Deutschland - neben Slowenien - wieder eine Kulturhauptstadt für Europa benennen.

Acht Städte haben bereits Interesse daran bekundet, 2025 für Deutschland als Europäische Kulturhauptstadt anzutreten, darunter Dresden, Chemnitz und Magdeburg. Halle ist nicht dabei – der Stadtrat hat einer Bewerbung nicht zugestimmt. Neben den drei mitteldeutschen Städten bereiten Nürnberg, Hildesheim, Hannover, Koblenz und die Documenta-Stadt Kassel Bewerbungen vor. Das ergab eine dpa-Umfrage.

Sachsen-Anhalt will nur eine Stadt unterstützen

Nach dem Willen von Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) sollte sich mit Halle auch die größte Stadt in Sachsen-Anhalt bewerben. Doch der Stadtrat gab dafür am Mittwoch kein grünes Licht. Das Land hatte zuvor klargestellt, dass es neben Magdeburg keine weitere parallele Bewerbung unterstützt. Halle hatte sich bereits erfolglos um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2010 beworben.

Magdeburg bereitet sich seit mehreren Jahren auf die Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2025 vor. Die Kulturpolitik der Stadt ist darauf ausgerichtet. Mit Tamás Szalay hat sich die Landeshauptstadt jemanden an die Spitze eines Kulturhauptstadtbüros geholt, der im ungarischen Pécs bereits erfolgreich die Kulturhauptstadtbewerbung für das Jahr 2010 managte.

Dresden und Chemnitz gehen für Sachsen ins Rennen

Dresden will mit den Themen Kultur, Natur und Wissenschaft punkten. Unter anderem gibt es das Projekt „10 x 2025 Euro für 2025“ - damit sollen kreative und innovative Projekte mit jeweils 2025 Euro gefördert werden. Dabei sollen sich die Ideen um eines der Themenfelder drehen: Zukunftsvisionen für eine Stadt im Wandel, gesellschaftliches Miteinander oder lokale Identität. Außerdem soll es in Dresden vom 21. bis zum 23. September eine „Konferenz der Konkurrenten“ geben, zu der alle potenziellen Bewerber sowie Gäste aus ehemaligen und derzeitigen Kulturhauptstädten eingeladen werden.

Als zweite sächsische Stadt bewirbt sich Chemnitz um den Titel. Der Stadtrat beschloss im Januar mit großer Mehrheit, die Bewerbung vorzubereiten. Dafür will die Kommune für die Jahre 2017 bis 2020 insgesamt 1,2 Millionen Euro ausgeben. Leiter des Chemnitzer Projektes ist der Ungar Ferenc Csák, der seit 2015 dem Kulturbetrieb der Stadt vorsteht. Die Bewerbung sei ein strategisches Projekt über das Jahr 2025 hinaus. Man wolle sich mit seiner Geschichte ganz Europa präsentieren - angefangen beim „sächsischen Manchester“ wegen der Textilindustrie über die sozialistische Vorzeigestadt bis zum Wandel nach der Wende zur selbsternannten „Stadt der Moderne“.

Den EU-Titel gibt es seit 1985. Die Entscheidung, welche deutsche Stadt 2025 zum Zug kommt, fällt nach einem ausführlichen Verfahren erst 2020.

LVZ

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf vollelektrischen Sattelzügen wollen Volkswagen und Porsche künftig ihre Waren transportieren. Die 40-Tonner werden am Mittwoch vorgestellt.

20.06.2017

Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU) will weiter drastisch Stellen abbauen. Von 86.000 sollen nur 70.000 übrig bleiben. Ob Polizei, Lehrer, Justizvollzug oder im Gesundheitsbereicht, schon jetzt sei der Freistaat in vielen Gebieten nicht mehr handlungsfähig, schimpft die Opposition über die „CDU-getriebenen Abbaupolitik“.

20.06.2017

Sachsens neue Lernmittelverordnung ist fast fertig: Zu Schulbüchern, Arbeitsheften und Nachschlagewerken müssen Schüler kostenlos Zugang haben. Auch Kopien und Taschenrechner müssen vom Schulträger bezahlt werden.

22.06.2017