Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Dresdner AfD-Richter Maier in neuer Doppelfunktion
Region Mitteldeutschland Dresdner AfD-Richter Maier in neuer Doppelfunktion
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:13 04.11.2018
Der sächsische AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Maier (Archivfoto) Quelle: dpa
Dessau-Roßlau

Der umstrittene langjährige Dresdner Richter Jens Maier ist ins Schiedsgericht der sachsen-anhaltischen AfD gewählt worden. Der 56 Jahre alte Bundestagsabgeordnete trat bei einem Parteitag am Sonntag in Dessau-Roßlau überraschend für das Gremium an, obwohl er zu einem anderen AfD-Landesverband gehört. Ein Redner kritisierte, dass Maier bereits Schiedsrichter in Sachsen sei und den hiesigen Landesverband kaum kenne.

Dass er aus Sachsen komme, sei gerade der Vorteil für das Amt, begründete Maier seine Kandidatur. Er sei mit niemandem in der Landes-AfD verbunden und habe ein Interesse daran, die sachsen-anhaltischen Kollegen wieder zu einen. Die fallen immer wieder mit heftigen internen Querelen auf. Ende Januar war das Landesschiedsgericht aus Protest gegen Einmischungen des Landesvorstands in seine Entscheidungen geschlossen zurückgetreten. Ein dreiviertel Jahr später wurde nachgewählt.

Maier zählt als Rechtsaußen in der AfD und ist auch parteiintern umstritten. Anfang des Jahres wurde er vom Bundesvorstand wegen eines rassistischen Tweets abgemahnt, in dem Boris Beckers Sohn Noah beleidigt wurde. Der Kommentar wurde gelöscht und Maier sagte, ein Mitarbeiter habe den Text abgesetzt.

Von LVZ

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Anastasia Aksah aus Zwickau ist Miss Sachsen 2019. Die 21-jährige BWL-Studentin setzte sich am Sonntag in Chemnitz gegen zehn Mitbewerberinnen durch und hat nun die Chance, auch Miss Germany 2019 zu werden.

04.11.2018

Ostritz liegt in Deutschland nur geografisch ganz rechts, direkt an der Grenze zu Polen. Seit geraumer Zeit muss sich der Ort gegen Neonazis wehren, die hier auf privatem Gelände ein „Schild & Schwert“-Festival feiern.

04.11.2018

Mindestens 30 Menschen wenden sich jährlich an das sächsische Aussteigerprogramm, weil sie mit ihrem extremistischen Umfeld brechen wollen. Doch das Abwenden vom Rechtsextremismus ist heute schwerer als früher, sagt ein ehemalige Chemnitzer Neonazi – wegen des politischen Klimas.

04.11.2018