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Mitteldeutschland Dresdner CSD-Verein betreut bedrohte homosexuelle Flüchtlinge
Region Mitteldeutschland Dresdner CSD-Verein betreut bedrohte homosexuelle Flüchtlinge
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14:17 17.10.2015
Homosexuelle Flüchtlinge brauchen eine Anlaufstelle wie den Ausländerrat oder den Verein CSD, wenn sie von anderen Geflüchteten bedroht werden. Quelle: dpa
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Dresden

In einem deutschlandweit so bislang einzigartigen Projekt wird in Dresden speziell homosexuellen Flüchtlingen geholfen. Der Dresdner Schwulenverein CSD werde zur sächsischen Koordinierungsstelle für Flüchtlinge ausgebaut, die in ihren Unterkünften von anderen Geflüchteten wegen ihrer Homosexualität beschimpft oder bedroht werden, sagte der CSD-Vorsitzende Ronald Zenker der Deutschen Presse-Agentur. Das gebe es anderenorts noch nicht. „Wir betreuen derzeit elf Flüchtlinge.“ Täglich kämen neue hinzu. Sie würden von Ehrenamtlichen aus den Unterkünften abgeholt und betreut.

Wenn Homosexuelle in ihrer Heimat wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt werden, ist das in der Europäischen Union seit 2013 ein Asylgrund. Das Bundesverwaltungsgericht in Deutschland hatte 1988 ähnlich geurteilt, damals ging es um den Iran. Mindestens 75 Staaten kriminalisieren laut dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSDV) gleichgeschlechtliche Sexualität. Die Todesstrafe droht Homosexuellen im Iran wie auch im Sudan, Jemen und in Saudi-Arabien. Wie viele Menschen in Deutschland wegen ihrer Homosexualität um Asyl bitten oder Zuflucht erhalten, registriert das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nicht.

Zwei der Männer hat Petra Köpping (SPD), Sachsens Ministerin für Gleichstellung und Integration, bei sich zu Hause aufgenommen, gemeinsam mit ihrem Mann. „Weil ich mir wünschen würde, dass auch mir oder meinen Kindern in einer Notlage geholfen wird“, sagt sie.

Von LVZ

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