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Mitteldeutschland Dresdner Chiphersteller Globalfoundries und Chartered unter einem Dach
Region Mitteldeutschland Dresdner Chiphersteller Globalfoundries und Chartered unter einem Dach
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16:25 13.01.2010
Dresden

Das Werk in Dresden soll dabei den sogenannten Leading-Edge-Bereich, also die Entwicklung und Fertigung der jeweils neuen Spitzentechnologie abdecken, sagte Unternehmenschef Doug Grose in Dresden. Die Werke in Singapur seien dagegen für den „Mainstream“, die bereits etablierten Produkte vorangegangener Technologie-Generationen, vorgesehen.

In Globalfoundries mit Hauptsitz im kalifonischen Sunnyvale hatte der Chiphersteller AMD seine produktionsstätten eingebracht, darunter auch das Dresdner Werk. Als Auftragsfertiger produziert das Unternehmen seitdem Chips für verschiedene Auftraggeber.

Die staatseigene Advanced Technology Investment Company (ATIC) aus Abu Dhabi, die auch rund zwei Drittel der Anteile an Globalfoundries hält, hatte Chartered Ende des vergangenen Jahres übernommen. Das neue Gemeinschaftsunternehmen mit weltweit rund 10 000 Mitarbeitern betreibt nun insgesamt sieben Werke - sechs davon in Singapur und eines mit derzeit etwa 2600 Mitarbeitern in Dresden. 2012 soll ein weiteres im US-Bundesstaat New York hinzukommen.

Trotz der neu hinzugewonnenen Kapazitäten in Asien sei der Standort Deutschland nicht gefährdet, betonte Grose. „Dresden ist sicher. Es steht im Zentrum unserer Strategie“, sagte er. Neue Technologien könnten nur von dort aus schnell und in großem Maßstab auf den Markt gebracht werden. Das Argument der weitaus geringeren Lohnkosten in Asien trage nicht. Sie machten bei der Produktion der sogenannten Wafer, aus denen die Chips entstehen, lediglich etwa acht Prozent der Gesamtkosten aus. Die Produktion in Dresden werde daher eher noch ausgeweitet, allerdings entstünden dabei kaum neue Jobs.

Die Politik reagierte hoch erfreut auf den Zusammenschluss. „Der Mikroelektronik-Standort Sachsen bleibt in der Weltliga“, kommentierte Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP). „Die Nachricht vermittelt die Botschaft, dass Dresden auch nach Qimonda in der europäischen Halbleiterindustrie der führende Standort ist“, sagte Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Sachsens Landeshauptstadt gilt als einer der wichtigsten „Cluster“ der Mikroelektronik, hatte mit der Insolvenz des Speicherchipherstellers Qimonda im vergangenen Jahr aber einen schweren Verlust erlitten.

dpa

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