Volltextsuche über das Angebot:

-1 ° / -7 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
News Dresdner Chiphersteller Globalfoundries und Chartered unter einem Dach

Dresdner Chiphersteller Globalfoundries und Chartered unter einem Dach

Der in Dresden produzierende Chiphersteller Globalfoundries und sein früherer Konkurrent Chartered Semiconductors (Singapur) gehen zusammen. Die Unternehmen gaben am Mittwoch den Zusammenschluss ihrer Fertigung unter der einheitlichen Marke Globalfoundries bekannt.

Dresden. Das Werk in Dresden soll dabei den sogenannten Leading-Edge-Bereich, also die Entwicklung und Fertigung der jeweils neuen Spitzentechnologie abdecken, sagte Unternehmenschef Doug Grose in Dresden. Die Werke in Singapur seien dagegen für den „Mainstream“, die bereits etablierten Produkte vorangegangener Technologie-Generationen, vorgesehen.

In Globalfoundries mit Hauptsitz im kalifonischen Sunnyvale hatte der Chiphersteller AMD seine produktionsstätten eingebracht, darunter auch das Dresdner Werk. Als Auftragsfertiger produziert das Unternehmen seitdem Chips für verschiedene Auftraggeber.

Die staatseigene Advanced Technology Investment Company (ATIC) aus Abu Dhabi, die auch rund zwei Drittel der Anteile an Globalfoundries hält, hatte Chartered Ende des vergangenen Jahres übernommen. Das neue Gemeinschaftsunternehmen mit weltweit rund 10 000 Mitarbeitern betreibt nun insgesamt sieben Werke - sechs davon in Singapur und eines mit derzeit etwa 2600 Mitarbeitern in Dresden. 2012 soll ein weiteres im US-Bundesstaat New York hinzukommen.

Trotz der neu hinzugewonnenen Kapazitäten in Asien sei der Standort Deutschland nicht gefährdet, betonte Grose. „Dresden ist sicher. Es steht im Zentrum unserer Strategie“, sagte er. Neue Technologien könnten nur von dort aus schnell und in großem Maßstab auf den Markt gebracht werden. Das Argument der weitaus geringeren Lohnkosten in Asien trage nicht. Sie machten bei der Produktion der sogenannten Wafer, aus denen die Chips entstehen, lediglich etwa acht Prozent der Gesamtkosten aus. Die Produktion in Dresden werde daher eher noch ausgeweitet, allerdings entstünden dabei kaum neue Jobs.

Die Politik reagierte hoch erfreut auf den Zusammenschluss. „Der Mikroelektronik-Standort Sachsen bleibt in der Weltliga“, kommentierte Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP). „Die Nachricht vermittelt die Botschaft, dass Dresden auch nach Qimonda in der europäischen Halbleiterindustrie der führende Standort ist“, sagte Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Sachsens Landeshauptstadt gilt als einer der wichtigsten „Cluster“ der Mikroelektronik, hatte mit der Insolvenz des Speicherchipherstellers Qimonda im vergangenen Jahr aber einen schweren Verlust erlitten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Reisemarkt

    Lust auf Urlaub? Der LVZ Reisemarkt präsentiert am 2. und 3. Februar 2018 Traumziele fern und nah. Alle Infos zu den Ausstellern und zum Programm g... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2018
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 14. LVZ-Fahrradfest lädt am 29. April 2018 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos zum Event finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Geld für Vereine der Region
    Mikrologo Angestust

    Mit der Aktion „Angestupst“ unterstützen LVZ und Sparkasse Leipzig die Vereine der Region. Die aktuelle Runde läuft. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album 2
    Leipzig-Album 2

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr