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Mitteldeutschland Dresdner Pegida verlegt Demo auf Sonntag - Kundgebung vor Staatskanzlei
Region Mitteldeutschland Dresdner Pegida verlegt Demo auf Sonntag - Kundgebung vor Staatskanzlei
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13:48 23.01.2015
Die Pegida-Organisatoren planen für Sonntag keinen Abendspaziergang, sondern eine Kundgebung. Quelle: dpa
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Dresden

Demnach wurde von Pegida für Sonntag eine Kundgebung mit 25.000 Teilnehmern angemeldet. Wahrscheinlich ist eine Versammlung auf dem Theaterplatz vor der Frauenkirche.

„Ohne Gratiskonzert, ohne Bezahlung“ hieß es auf der Pegida-Facebook-Seite mit Bezug auf die am Montagabend geplante  Konzertveranstaltung  des Vereins „Dresden – place to be“, zu der unter anderem Herbert Grönemeyer, Silly und Keimzeit erwartet werden. Das Bündnis „Dresden nazifrei“ hatte zwischenzeitlich spekuliert, dass die Pegida-Kundgebung erstmals auf der Neustädter Elbseite, am Königsufer vor der Staatskanzlei stattfinden könnte.

Noch in der vergangenen Woche mussten die Pegida -Versammlung sowie alle Versammlungen unter freiem Himmel in der Stadt ausfallen, da die Polizei ein ernsthaftes Anschlagsszenario befürchtete. Die Polizei sicherte die Stadt mit rund 1600 Beamten, ein Anschag blieb aus. Inzwischen liegt keine akute Terrorwarnung mehr vor, da sich die Drohung gegen den inzwischen zurückgetretenen Pegida-Führer Lutz Bachmann richtete. Nach derzeitigem Infostand wird die Kundgebung erstmals auf der Neustädter Elbseite, am Königsufer vor der Staatskanzlei stattfinden.

Unterdessen hält der Druck auf die sächsische Landeszentrale für politische Bildung wegen einer Pegida-Pressekonferenz in ihren Räumen an. Am Donnerstag kündigte der Verein „Stolpersteine für Dresden“ an, die seit 2012 bestehende Zusammenarbeit mit der Einrichtung zu beenden. Er hat sich der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus verschrieben. Es sei nicht nachvollziehbar, „wie hier rassistisches und islamfeindliches Gedankengut als Meinungsfreiheit deklariert“ werde, begründete der Vereinsvorsitzende Claus Dethleff den Schritt.

Der Direktor der Landeszentrale, Frank Richter, hatte sein Haus am Montag für die erste Pressekonferenz der islamkritischen Bewegung Pegida zur Verfügung gestellt - um einen demokratischen Diskurs zu fördern, wie er erklärte. Auch der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, und Vize-Regierungschef Martin Dulig (SPD) hatten daraufhin das Vorgehen kritisiert. Die Landeszentrale und ihr Leiter hätten besser mit Angeboten der politischen Bildung „den von Pegida geschürten fremdenfeindlichen und islamophoben Vorurteilen“ entgegengewirkt, anstatt sie in den eigenen Räumen weiterzuverbreiten, sagte Dethleff.

dbr

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