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Mitteldeutschland Dresdner Piraten fordern legalen Anbau und Vergabe von Cannabis
Region Mitteldeutschland Dresdner Piraten fordern legalen Anbau und Vergabe von Cannabis
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14:37 01.05.2014
Vorteil einer Gründung sei die Qualitätssicherung der angebotenen Rauschmittel sowie die Verhinderung von Überkonsum. Quelle: dpa
Dresden

Wie Marcel Ritschel, Stadtratskandidat im Wahlkreis Neustadt, auf Anfrage erklärte, soll der „Cannabis Social Club“ einem nicht kommerziellen Verein gleichkommen, der den Anbau und die Vergabe von limitierten Mengen Marihuana an seine Mitglieder organisiert. „Cannabis darf dabei nicht nach außen verkauft werden, sondern ist ausschließlich für die Mitglieder gedacht“, so Ritschel. Vorteil einer Gründung sei die Qualitätssicherung der angebotenen Rauschmittel sowie die Verhinderung von Überkonsum.

Wie genau die Verteilung vonstatten geht, wie hoch die Mitgliedsbeiträge sind oder welche Aufnahmebestimmungen gelten, sei dabei dem Verein überlassen. Wo das Marihuana aber angebaut werden darf, müsse Entscheidung der Stadt sein. „Die Verwaltung legt fest, auf welcher Fläche wie viel angepflanzt werden darf“, sagt der Stadtratskandidat.

Entsprechende Gespräche mit der Stadt über die Errichtung eines „Cannabis Social Clubs“ hat die Partei allerdings noch nicht aufgenommen. Ritschel weist aber darauf hin, dass sich die Piraten für diese Forderung im Dresdner Stadtrat einsetzen werden. Als Vorbild gelte die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin, wo die Gründung eines Clubs bereits beschlossen worden sei.

Anlass für die Forderung ist der weltweite „Global Marihuana March“, der am Sonnabend auch auf dem Dresdner Alaunplatz stattfinden wird. Zwischen 14 und 18 Uhr soll auf das Thema aufmerksam gemacht und gezeigt werden, dass Cannabis keine gefährliche Einstiegsdroge ist. „Knapp 40 Prozent der 18- bis 25-Jährigen in Deutschland haben bereits Cannabis konsumiert, zu anderen Drogen haben sie deshalb noch lange nicht gegriffen. Das ist für mich kein Argument“, so Ritschel. Auch Alkohol sei eine Einstiegsdroge, werde aber dennoch legal verkauft.

cg

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