Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Dresdner Polizeipräsident Kroll setzt im Februar 2012 weiter auf die Auswertung von Handydaten
Region Mitteldeutschland Dresdner Polizeipräsident Kroll setzt im Februar 2012 weiter auf die Auswertung von Handydaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:46 19.01.2012
Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll Quelle: Carola Fritzsche
Dresden

Kroll ist in diesem Jahr erstmals für die Arbeit der Polizei rund um den 13. Februar zuständig.

Bei den Einsätzen im Februar wolle er den gesamten „Instrumentenkasten" der Polizei nutzen, sofern das erforderlich ist, sagte der Polizeipräsident. Dazu zählt er nicht nur „einfache körperliche Gewalt", sollten Blockierer versuchen, das Versammlungsrecht anderer Personen einzuschränken, sondern notfalls auch den Einsatz von Wasserwerfern, Räumpanzern und anderen Hilfsmitteln. Die Funkzellenabfrage ist aus seiner Sicht ein sinnvolles Mittel, um später etwa „vermummte Steinewerfer" identifizieren zu können.

Liegen etwa Daten von Handynutzern vor und wurden diese Handynutzer an verschiedenen Orten registriert, an denen es auch zu Gewalttätigkeiten kam, könnten die Telefondaten helfen, Angreifer ausfindig zu machen, so Kroll. In mehreren Fällen aus dem Februar 2011 habe das funktioniert, sagte der Polizeipräsident. Die Funkzellenabfrage sei wegen der großen Menge der Daten, die dabei anfallen können und die später ausgewertet werden müssen „vielleicht nur die zweitbeste Idee", so Kroll weiter, rechtlich einwandfrei sei sie 2011 aber zweifellos gewesen.

Bei seiner Auswertung der Ereignisse im vergangenen Jahr hat Kroll keine Mängel gefunden. Er soll aber nicht auf das Trennungskonzept setzen, das in den vergangenen Jahren regelmäßig im Mittelpunkt der Polizeitaktik stand. Kroll: „Es wird einen Kerneinsatzbereich geben - das ist der Aufzug der Rechten." Es sei aber nicht möglich, eine Stadt wie Dresden in Sektoren zu unterteilen, „die dann bestimmte Personen aus polizeitaktischen Gründen nicht betreten dürfen".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.01.2012.

Christoph Springer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

[gallery:500-1400149898001-LVZ] Addis Abeba. Nach dem tödlichen Überfall auf eine europäische Reisegruppe in Äthiopien werden nach Angaben des Auswärtigen Amtes (AA) noch zwei Deutsche vermisst.

19.01.2012

Der sächsische Linke-Politiker André Hahn soll wegen seiner Teilnahme an einer Blockade gegen den Dresdner Neonazi- Aufmarsch 2010 eine Geldstrafe von 3000 Euro bezahlen.

18.01.2012

Mit zahlreichen Aktionen haben Studenten in Dresden und Leipzig am Mittwoch gegen den geplanten Stellenabbau an den Universitäten protestiert. Mehr als 100 Studierende der Fakultät Verkehrswissenschaften versammelten sich am Mittag vor dem Dresdner Hauptbahnhof zu einer Vorlesung unter freiem Himmel.

18.01.2012