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Edeka-Betreiber weist Bespitzelungsvorwürfe zurück

Edeka-Betreiber weist Bespitzelungsvorwürfe zurück

Vorwürfe der Bespitzelung in Edeka- Supermärkten auch in Thüringen sind vom Betreiber zurückgewiesen worden. Durch die öffentlichen Vorwürfe werde das Unternehmen in ein falsches Licht gerückt.

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Einkäufer mit Taschen und Einkaufswagen gehen in Hannover an einem Geschäft von Edeka vorbei.

Quelle: dpa

München/Grüna. Das Magazin „Focus“ hatte berichtet, die Mitarbeiter der in Sachsen ansässigen Simmel AG seien von Privatdetektiven ausgespäht worden. Die Gewerkschaft Verdi will Anzeige erstatten. Simmel betreibt mit rund 1000 Beschäftigten 32 Edeka-Märkte in Sachsen, Thüringen und Bayern.

Firmenchef Peter Simmel, der auch Aufsichtsratschef bei der Edeka AG ist, teilte am Montagabend mit, zur Klärung der Vorwürfe werde ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer eingesetzt. Er räumte ein, es seien zum Schutz vor Diebstahl zwei Detekteien beauftragt worden. Über die Kontrollen seien die Mitarbeiter informiert worden. Es sei jetzt zu prüfen, inwiefern die Detekteien ihrem Auftrag gerecht wurden oder darüber hinaus ohne Absprache selbstständig tätig wurden. Die Edeka- Zentrale in Hamburg teilte mit, die Prüfung des Falles habe bereits begonnen.

 

Verdi will das Unternehmen auch wegen des Verdachts auf Sozialversicherungsbetrug melden. Die in dem Bericht erwähnte Praxis, Überstunden mit Warengutscheinen zu vergelten, sei nicht rechtmäßig und werde daher beim Träger der Rentenversicherung angezeigt, sagte der Landesfachbereichsleiter Handel von Verdi Bayern, Hubert Thiermeyer, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Verdi hatte von dem Fall erst durch den Bericht erfahren. Simmel betonte, mit der Vergabe von Gutscheinen solle den Mitarbeitern im Rahmen des gesetzlichen Steuerfreibetrages möglichst viel Netto vom Brutto gegeben werden. Es sollten Prämien möglichst direkt an die Mitarbeiter weiter gegeben werden. Es stehe jedem Mitarbeiter frei, sich die Gutscheine auszahlen zu lassen.

 

Der Sächsische Datenschutzbeauftragte Andreas Schurig will die Vorwürfe untersuchen. „Wir wollen die Vorgänge mit Hilfe des Unternehmens aufklären“, sagte Schurigs Sprecher Andreas Schneider. Es müsse geklärt werden, ob Verstöße gegen das Datenschutzgesetz vorliegen. Eine systematische Beobachtung von Mitarbeitern ohne Verdacht sowie permanente Kontrollen von Autos - von beidem hatte der „Focus“ berichtet - seien nur schwer zu begründen. Die Durchsuchung eines Autos komme praktisch einer Hausdurchsuchung gleich.

 

Bündnis 90/Die Grünen forderten die Einführung eines Beschäftigtendatenschutzgesetzes, das derartige Verstöße klar regelt. Darüber hinaus müssten die Bußgeldzahlungen für Unternehmen, die die Privatsphäre ihrer Mitarbeiter ausspionieren, erhöht werden, hieß es in einer Mitteilung vom Montag. Gerade in Zeiten der angespannten Arbeitsmarktlage und der Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, müssen verunsicherte Beschäftigte in ihren Rechten gestärkt werden, erklärte Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für Arbeitnehmerrechte. Die SPD will am kommenden Donnerstag im Bundestag einen entsprechenden Gesetzentwurf einbringen.

dpa

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