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Mitteldeutschland Eisenbahner mit Herz 2017 kommen aus Mitteldeutschland
Region Mitteldeutschland Eisenbahner mit Herz 2017 kommen aus Mitteldeutschland
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16:14 26.04.2017
Zubegleiterin Maria Voigt und Lokführer Dirk Otte von Abellio sind die Eisenbahner des Jahres 2017. Quelle: Andreas Taubert – Allianz pro Schiene
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Leipzig

Der Fall ereignete sich in den späten Vormittagsstunden des 16. Januars (2017). Auf der Fahrt zwischen Halle und dem Eislebener Ortsteil Wolferode (Sachsen-Anhalt) bemerkt Abellio-Kundenbetreuerin Maria Voigt eine Auseinandersetzung zwischen zwei Fahrgästen. „Es handelte sich um einen handgreiflichen Streit, der in einer blutigen Messerstecherei enden sollte“, berichtet Matthias Neumann, Sprecher des Eisenbahnunternehmens. Die Zugbegleiterin informiert über Funk Lokführer Dirk Otte und versucht dann, die beiden streitenden Männer zu trennen. „Ich habe aber schnell gemerkt, dass mir das nicht gelingt“, berichtet die Frau. Über Funk spricht sie sich mit dem Lokführer ab.

Beim nächsten Halt will man die Männer zum Ausstieg aus dem Zug zwingen. Doch zu spät. Einer der beiden Männer zieht ein Messer und verletzt seinen Gegenüber und auch dessen schwangere Freundin. Maria Voigt leistet der Frau erste Hilfe. Unterdessen bringt Dirk Otte den Zug zum Stehen und eilt zum Tatort. Er stellt sich zwischen die Männern. Bis zum Eintreffen der Polizei versuchen beide Eisenbahner mutig, die anderen Fahrgäste in Sicherheit zu bringen, helfen bei der Erstversorgung der Opfer.

Clara Münzer, die den Vorfall im Zug miterlebt hat, lobt die Ruhe und Professionalität der beiden Eisenbahner. Dabei ist der Vorfall nicht spurlos an dem Bahnpersonal vorbeigegangen. Maria Voigt fällt für mehrere Monate aus, hat mit Schlafstörungen und Panikattacken zu kämpfen. Heute ist sie wieder im Dienst. „Der Einsatz unserer Kollegen verdient allerhöchsten Respekt“, meint Roman Müller, Chef Abellio Rail Mitteldeutschland. „Die eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen, um andere Personen, gleich ob unmittelbar Beteiligte oder auch die anderen Fahrgäste, zu schützen, geht weit über das hinaus, was wir von unseren Mitarbeitern erwarten können.“

Andreas Dunte

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