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Mitteldeutschland Empörung über Margot Honecker nach Fernsehinterview – Wolfgang Thierse: Wut
Region Mitteldeutschland Empörung über Margot Honecker nach Fernsehinterview – Wolfgang Thierse: Wut
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13:42 04.04.2012
Margot Honecker im Juli 2010. Quelle: Marcelo Hernandez/Archiv
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Berlin

Es sei schwer zu ertragen, wie sich die Witwe von SED-Spitzenfunktionär Erich Honecker ihrer Verantwortung für zahllose gebrochene Biografien entziehe, sagte der Leiter der Berliner Stasiopfer-Gedenkstätte, Hubertus Knabe, der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). Bundestags-Vizpräsident Wolfgang Thierse erklärte, die Aussagen bestätigten die Wut, „die wir schon zu DDR-Zeiten auf Margot Honecker hatten“. Stasi-Chef Erich Mielke und Ministerin Honecker seien die meist gehassten Figuren des DDR-Regimes gewesen.

Die einstige First Lady der DDR verteidigt ihre alte politische Welt in dem Dokumentarfilm „Der Sturz - Honeckers Ende“, der am Montag im „Ersten“ ausgestrahlt wurde. Kritische Einsichten wurden nicht deutlich. Die 84-Jährige sagte zum Beispiel, sie sehe keinen Anlass, sich für die Stasi zu entschuldigen. Zu den erschossenen DDR-Flüchtlingen erklärte die Ex-Ministerin, es sei dumm gewesen, über die Mauer zu klettern.

CSU-Rechtsexperte Stephan Mayer aus der Unions-Bundestagsfraktion sagte dem Blatt, es sei menschenverachtend und unverschämt, dass sich die Politseniorin über eine zu geringe Rente beschwere. Die meisten Opfer des DDR-Regimes müssten von einem Bruchteil der Honecker-Bezüge von monatlich 1500 Euro leben.

dpa

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