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Mitteldeutschland Erdbeben lässt das Vogtland wackeln
Region Mitteldeutschland Erdbeben lässt das Vogtland wackeln
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16:59 11.07.2017
Seismographische Aufzeichnung vom 11. Juli: Die Erdstöße im Erzgebirge sind deutlich zu sehen. Quelle: Screenshot LVZ
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Bad Brambach

Ein Erdbeben mit einer Magnitude von mehr als 3 hat am Dienstag zweimal das Vogtland erschüttert. Bewohner berichteten von spürbaren Vibrationen. Nach Angaben der Erdbebenwarte Collm befand sich das Zentrum etwa zehn Kilometer von Bad Brambach entfernt auf tschechischer Seite in Luby. 13.25 Uhr und 13.58 wurden zwei Erdstöße etwa gleicher Größenordnung registriert. Die Experten sprechen dann von einem Schwarmbeben, wie sie in der Region nicht selten sind. Allerdings ist die jetzt gemessene Stärke in diesem Jahr noch nicht aufgetreten.

Der Physiker Siegfried Wendt, der ehrenamtlich die Erdbebenwarte in Collm betreut, zeigte sich kaum überrascht: „Ich habe mehr oder weniger darauf gewartet“, sagte er. Grund: Zuletzt hatten sich mit einer gewissen Regelmäßigkeit stärkere Schwarmbeben eingestellt - 2008, 2011 und 2013. Wendt wollte in dem Drei-Jahres-Abstand aber keine verlässliche Periodizität ablesen. Auf jeden Fall habe die nun erreichte Magnitude ausgereicht, um Gläser im Schrank oder Scheiben zum Klirren zu bringen. Schäden an Gebäuden entstünden normalerweise nicht.

Erdbeben werden mit Seismographen gemessen. Die Magnitude gibt dabei die beim Beben freigesetzte Energie an. Ab Magnitude 5 kann es gefährlich werden. Die größte bislang gemessene Magnitude von 9,5 wurde 1960 bei einem Erdbeben nahe der chilenischen Stadt Valdivia gemessen.

LVZ

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