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Mitteldeutschland Erdbeben südlich von Leipzig registriert – Epizentrum lag bei Pegau
Region Mitteldeutschland Erdbeben südlich von Leipzig registriert – Epizentrum lag bei Pegau
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16:13 05.05.2014
Ein Erdbeben der Stärke 2,4 hat am Samstag die Region Leipzig erschüttert. (Symbolfoto) Quelle: dpa
Leipzig

Das Epizentrum lag in der Nähe des Tagebaus Profen südwestlich der Ortschaften Pegau und Groitzsch im Kreis Leipzig.

Das seismische Ereignis sei am Samstagmorgen gegen 5.46 Uhr von den Stationen des Sachsen-Netzes registriert worden, teilte das Umweltministerium in Dresden am Montag mit. Bisher lägen keine Meldungen vor, ob das Beben von der Bevölkerung gespürt wurde. Im Geophysikalischen Observatorium Collm bei Oschatz wurde den Angaben zufolge eine vorläufige Magnitude von 2,4 gemessen. Der Herd des Bebens lag offenbar in rund 15 Kilometern Tiefe.

Schäden eher unwahrscheinlich

Dass das Beben weitgehend unbemerkt blieb, könne an der frühen Morgenstunde, zumal am Sonnabend, liegen. "Da schlafen die Leute gern mal aus. Das Zentrum wurde zudem in einer relativ dünn besiedelten Gegend in der Nähe des Tagebaus Profen ausgemacht", sagte Karin Bernhardt, Sprecherin des Landesamtes. Schäden an Gebäuden oder Einrichtungen seien bei einem Beben dieser Stärke und Herdtiefe unwahrscheinlich.

Gebäuderisse und beschädigte Glasteile wurden bisher vor allem im Vogtland ab Bebenstärken von 3,5 auf der Richterskala und darüber verzeichnet. Je tiefer der Herd des Bebens liege, desto weniger sei auf der Oberfläche zu spüren. Sande und Lockergestein, wie sie in der Leipziger Tieflandsbucht vorherrschten, leiteten die Erschütterungen weniger weiter als beispielsweise im Mittelgebirge. Ein Bergschlag könne durch die enorme Tiefe des Herdes mit Sicherheit ausgeschlossen werden

Letztes Beben bei Pegau vor vier Jahren

Erdbeben rund um die Messestadt sind zwar selten, aber nichts Ungewöhnliches. Schwächere Erdbeben wurden in der Region zuletzt am 15. Februar 2012 in Markkleeberg mit einer Stärke von  1,7, am 6. Oktober 2010 südlich von Pegau (3,2) und am 26. Juli 2003 bei Regis-Breitingen (2,3) gemessen.

 

Das Gebiet von Leipzig liege ebenso wie das Vogtland auf der nord-süd-gerichteten sogenannten Störungszone von Leipzig-Regensburg, erklärte Ministeriumssprecherin Karin Bernhardt. In Nordwestsachsen würden sich die Erdbeben auf den Raum Zeitz-Altenburg-Leipzig konzentrieren, seien aber relativ selten, sagte sie.

Das Ministerium betonte, dass es sich bei dem Beben um ein Einzelereignis gehandelt habe – anders als bei den regelmäßig auftretenden Schwarmbeben im Vogtland, bei denen innerhalb weniger Wochen bis zu 10.000 Erschütterungen registriert werden.

nöß/wim

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