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Mitteldeutschland Ermittler überprüfen Polizeiaussagen zu Jalloh-Tod
Region Mitteldeutschland Ermittler überprüfen Polizeiaussagen zu Jalloh-Tod
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18:13 12.01.2010
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Dessau

„Wir sind intensiv am prüfen. Wir werden sehr genau schauen, wo ein Anfangsverdacht besteht oder nicht“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Folker Bittmann am Dienstag. Dazu werden Gerichtsaufzeichnungen aus dem ersten Prozess ausgewertet, in dem es widersprüchliche Aussagen von Polizisten gab. Jalloh war vor fünf Jahren bei einem Feuer in einer Polizeizelle ums Leben gekommen. Auch Justizministerin Angela Kolb (SPD) hatte darauf verwiesen, dass ihr Haus prüft, ob Zeugen im ersten Prozess gelogen haben.

Das Landgericht Dessau-Roßlau hatte im Dezember 2008 zwei Polizisten vom Vorwurf freigesprochen, eine Mitschuld am Tod des Mannes aus Sierra Leone zu tragen. Am vergangenen Donnerstag hatte der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass der Prozess gegen einen der Polizisten vor dem Landgericht Magdeburg neu aufgerollt werden muss, da das Urteil des ersten Prozesses Lücken aufweist. Das Landgericht Dessau-Roßlau hatte den damaligen Dienstgruppenleiter vom Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge freigesprochen.

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Zur Forderung der Internationalen Liga für Menschenrechte, nun auch das Verhalten anderer Polizisten am Tag des Feuertods zu überprüfen, äußerte sich Bittmann zurückhaltend. Es gebe keinerlei substanzielle Anhaltspunkte dafür, dass Jalloh vorsätzlich versehrt oder vorsätzlich getötet worden sei. Der 23-Jährige sei an einem Hitzeschock gestorben. Der Termin für den neuen Prozess ist laut Landgericht Magdeburg noch völlig offen, zumal das schriftliche Urteil des BGH noch nicht in Magdeburg vorliegt

dpa

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