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Mitteldeutschland Erneut weniger Existenzgründungen in Sachsen
Region Mitteldeutschland Erneut weniger Existenzgründungen in Sachsen
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23:10 06.07.2017
Laut sächsischem Gründerreport ist in Sachsen im vergangenen Jahr die Zahl der Gewerbe-Neugründungen erneut zurückgegangen. Quelle: dpa (Symbolbild)
Sachsen

Laut der aktuellen Ausgabe des Sächsischen Gründerreports sind in Sachsen im vergangenen Jahr erneut weniger Gewerbe neu angemeldet wurden als in den Jahren zuvor. Damit folgt das Gründungsgeschehen in Sachsen dem bundesweiten Trend. Insgesamt wurden nur noch etwa die Hälfte an Neugründungen registriert wie noch vor zehn Jahren.

Im dem Bericht des Sächsischen ExistenzgründerNetzwerks heißt es, dass im vergangenen Jahr 10 328 Gründer den Weg in die hauptberufliche Selbstständigkeit gingen – rund 800 weniger als 2015. Die Zahl der Neugründungen im Nebenerwerb lag im Vorjahr bei 10.187 und damit zehn Prozent niedriger als 2015. Der größte Anteil aller Haupterwerbsgründungen fand dabei im Baugewerbe (2.551), im Handel (1.863) und in der Gastronomie/Beherbergung (1.285) statt. In allen anderen Branchen gab es weniger als 1.000 Gründungen.

Als Ursachen für die niedrige Gründungsbereitschaft führt der Bericht vor allem die günstige Konjunktur und die daraus resultierenden guten Arbeitsmarktbedingungen an. Viele würden wenige Anreize sehen, das vermeintliche Risiko einer Gründung einzugehen, hieß es. Die Handwerkskammer Dresden ruft daher dazu auf, die sächsische Gründerszene aktiv zu beleben: Ihr Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski fordert daher „Würdigung und Wertschätzung der Unternehmensgründung und der dahinter stehenden Personen“.

Ganz anders als bei den gewerblichen Gründungen sieht es hingegen bei der Entwicklung der Freien Berufe wie freien technischen und naturwissenschaftlichen, rechts-, wirtschafts- und steuerberatenden Berufe sowie freien Kulturberufen aus. In Sachsen registrierten die Finanzämter im vergangenen Jahr in diesen Bereichen 4.360 Gründungen – ein Anstieg um zwölf Prozent gegenüber 2015. Der Anteil der freiberuflichen Existenzgründungen an allen Gründungen stieg damit deutlich. Jede dritte Gründung erfolgte 2016 durch Freiberufler. Damit liegt Sachsen über dem Bundesdurchschnitt.

dpa/vm

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