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Mitteldeutschland Eröffnung mit Stau: Neuer Jagdbergtunnel auf der A4 bei Jena freigegeben
Region Mitteldeutschland Eröffnung mit Stau: Neuer Jagdbergtunnel auf der A4 bei Jena freigegeben
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21:47 30.10.2014
Der Jagdbergtunnel vor der Eröffnung: Nach sechs Jahren Bauzeit wurde die Nordröhre auf der A4 bei Jena am Donnerstag freigegeben. Quelle: dpa
Jena

 

Der mit gut drei Kilometern viertlängste Straßentunnel Deutschlands ist das Herzstück der knapp zwölf Kilometer langen Neubautrasse zwischen Jena und Magdala. Damit wurde die Autobahn nun auch dort von vier auf sechs Spuren erweitert. Es war das letzte Nadelöhr der wichtigen Ost-West-Verkehrsachse in Thüringen und Sachsen. Die Südröhre des Tunnels soll in etwa zwei Wochen für den Verkehr freigegeben werden.

Impressionen von der Eröffnung:

Jena. Nach sechs Jahren Bauzeit rollen nun die Autos und Lastwagen durch den neuen Jagdbergtunnel an der Autobahn 4 bei Jena - zumindest in Richtung Frankfurt. Dazu wurde der Verkehr am Donnerstagvormittag für etwa eine halbe Stunde angehalten, so dass es zu Stau kam, wie der Sprecher der Autobahnpolizei, Christian Cohn, berichtete.

Mit dem Neubau sei die Leistungsfähigkeit und die Sicherheit auf dem Abschnitt erhöht worden, konstatierte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Katherina Reiche (CDU). Die Gesamtkosten wurden mit rund 386 Millionen Euro angegeben. Die alte Trasse, die bisher durch das ökologisch sensible Leutratal führte, wo seltene Orchideen wachsen, soll zurückgebaut werden. Sie stammte noch aus den 1930er-Jahren und entsprach etwa wegen ihrer Steigungen von bis zu sechs Prozent nicht mehr heutigen Standards. 

Verkehrsexperten rechnen bis 2030 mit einem Anstieg des Verkehrsaufkommens auf bis zu 66 000 Fahrzeuge täglich auf dem Abschnitt, davon rund 15 000 Lastwagen. Anders als etwa die Südthüringer Tunnel an der Autobahn 71 dürfen Gefahrguttransporter den Jagdbergtunnel nutzen. Dazu wurde eine moderne Schaumlöschanlage installiert. Die Freigabe des Abschnitts westlich von Jena hatte sich immer wieder verzögert und der Bau sich erheblich verteuert. Grund waren unter anderem Probleme durch unvorhergesehene Wassereinbrüche.

dpa

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