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Mitteldeutschland Erstmals hochrangiger AfD-Funktionär bei Pegida
Region Mitteldeutschland Erstmals hochrangiger AfD-Funktionär bei Pegida
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22:49 05.03.2018
Der Fraktionsvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD) im sächsischen Landtag, Jörg Urban (Archivbild) Quelle: dpa
Dresden

Zwei Tage nach dem Pegida-Beschluss des AfD-Bundeskonvents hat erstmals ein hochrangiger Parteifunktionär bei dem islam- und fremdenfeindlichen Bündnis gesprochen. Der sächsische Landes- und Faktionsvorsitzende Jörg Urban beschwor am Montagabend vor rund 1500 Pegida-Anhängern auf dem Dresdner Neumarkt die Einigkeit zwischen AfD und Pegida. Bei den Anhängern der Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (Pegida) handele es sich nicht um „Rassisten und Nationalsozialisten“, sagte er. „Pegida und die AfD sind dieselbe Bewegung.“

Zuvor hatte Pegida-Chef Lutz Bachmann erneut bekräftigt, auch im Falle einer Kooperation weiter an der Spitze des Bündnisses bleiben zu wollen. Unter anderem hatte sich AfD-Chef Alexander Gauland für einen Rückzug des vielfach vorbestraften Pegida-Mitbegründers ausgesprochen.

Am Samstag hatte der Parteikonvent der AfD beschlossen, dass AfD-Mitglieder künftig bei Kundgebungen des Pegida-Bündnisses auftreten dürfen. Pegida-Vize Siegfried Daebritz kündigte am Montag an, dass auch die Landesvorsitzenden aus Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, Björn Höcke, Andreas Kalbitz und André Poggenburg, demnächst bei einer Montagskundgebung in Dresden sprechen würden.

LVZ

Kraftfahrer in Sachsen-Anhalt sollen künftig schneller vor Gefahren durch kurzfristige Baustellen auf Autobahnen gewarnt werden. Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) nahm dafür am Montag das sogenannte Arbeitsstellen-Warnsystem in Dessau-Roßlau in Betrieb. Es sei das erste seiner Art in Deutschland. Ziel sei es, Unfälle zu vermeiden.

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In Sachsen sind im vergangenen Jahr 118 Straftaten gegen Juden verübt worden. 2016 habe ihre Zahl noch bei 90 gelegen, teilte die Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz (Linke) am Montag mit.

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Die ehemalige AfD-Vorsitzende Frauke Petry hat ihre ehemalige Partei wegen der Nähe zu Pegida heftig kritisiert. Sie lasse sich instrumentalisieren und Pegida-Chef Lutz Bachmann wedele mit der AfD wie der sprichwörtliche Schwanz mit dem Hund.

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