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Mitteldeutschland Wie regional kaufen die Sachsen ein?
Region Mitteldeutschland Wie regional kaufen die Sachsen ein?
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10:07 09.10.2018
Frische, saisonale Lebensmittel, aber auch Tradition und Heimat verbinden viele Menschen mit regionalen Produkten. Eine aktuelle Studie nimmt die Essgewohnheiten der Sachsen unter die Lupe. Quelle: Oliver Berg/dpa
Dresden

Kartoffeln vom Bauern nebenan, Erdbeeren zum Selberpflücken: Beim Kauf von Lebensmitteln ist Regionalität ein immer wichtigeres Stichwort. Das geht auch aus der Verbraucher- und Marktstudie „Wie regional is(s)t Sachsen?“ hervor, die das sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium in Auftrag gegeben hat.

Sachsen geben für regionale Produkte ungern mehr Geld aus

Demnach kaufen 42 Prozent der Sachsen bei ihrem Wocheneinkauf gezielt regionale Lebensmittel ein. Allerdings ist die Bereitschaft, für regionale Produkte mehr Geld auszugeben, unter den Sachsen geringer als im bundesdeutschen Schnitt: Insgesamt gaben 51 Prozent an, dass sie für Produkte aus der Region tiefer in die Tasche greifen würden. In Sachsen waren es nur 48 Prozent der Befragten. 2014 aber waren es hier nur 44 Prozent (deutschlandweit: 48 Prozent). Mit regionalen Lebensmitteln verbinden Verbraucher insbesondere kurze Transportwege, Frische, Unterstützung der ansässigen Landwirtschaft, saisonale Lebensmittel und einen guten Geschmack.

Auch emotionale Faktoren tragen zur Wahl regionaler Produkte bei: So verbinden viele Menschen Nähe, Heimat, Verbundenheit und Tradition mit lokalen Erzeugnissen. Insgesamt stimmen die sächsischen Teilnehmer der Studie diesen Werten etwas häufiger zu, als dies bundesweit der Fall ist.

Ökologische Erzeugung spielt geringe Rolle bei der Auswahl im Supermarkt

Die Sachsen wünschen sich ein größeres Angebot an regionalem Obst oder Gemüse. Aber auch für Fleisch, Käse und Wurst ist die Nachfrage nach örtlichen Produkten vorhanden. Am häufigsten kaufen die Verbraucher im Freistaat Brot und Backwaren, Eier, Kartoffeln, Gemüse und Milch aus der Region. Auffällig ist, dass 39 Prozent der Sachsen angaben, immer oder oft regionale Teigwaren kaufen. Deutschlandweit lag der Anteil bei nur 22 Prozent. Die Autoren der Studie nennen die Bedeutung des Unternehmens „Teigwaren Riesa“ als möglichen Grund dafür.

Die ökologische Erzeugung der Lebensmittel spielt für sächsische Verbraucher hingegen eine geringe Rolle. Nur rund 22 Prozent kaufen der Studie zufolge beim Wocheneinkauf gezielt Bio-Lebensmittel ein. Deutschlandweit sind es mit 30 Prozent deutlich mehr. Ein Grund dafür dürfte sein, dass viele Verbraucher mit ökologischen Produkten einen deutlich höheren Preis verbinden.

Von th

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