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Mitteldeutschland Ex-Opel-Treuhänder für Werksschließung in Eisenach
Region Mitteldeutschland Ex-Opel-Treuhänder für Werksschließung in Eisenach
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13:10 05.02.2010
Frankfurt/Eisenach

Er sei „verwundert“ über die neuerliche Aufregung zur geplanten Schließung des Werkes in Antwerpen, sagte der FDP-Politiker dem Südwestrundfunk (SWR) in Berlin. Betriebswirtschaftlich wäre es auch geboten, das Werk in Eisenach zu schließen, sagte der hauptberufliche Wirtschaftsanwalt und Insolvenzverwalter. Wenn die Kapazitäten zu groß seien, dann wäre über Eisenach deshalb nachzudenken, weil es kein klassisches Werk mit einem gewachsenen Produktionsverbund sei.

Nach einem Treffen des neuen Opel-Chefs Nick Reilly mit Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) war in dieser Woche nochmals bekräftigt worden, dass das Eisenacher Werk gesichert sei und von Stellenabbau weitgehend verschont bleibt. In dem Thüringer Montagewerk bauen etwa 1700 Beschäftigte den Kleinwagen Corsa.

Bei neuen Opel-Anträgen auf staatliche Garantien oder Zuschüsse müssten Banken und EU-Kommission detailliert in den Sanierungsplan eingebunden werden, mahnte der frühere Vertreter der Bundesländer in der zwischenzeitlich wieder aufgelösten Opel-Treuhand. Die Banken müssten selbst bei einer 90-prozentigen Staatsbürgschaft rund 300 Millionen Euro eigenes Risiko übernehmen, was bei dem hohen Ausfallrisiko zu Bedenken der Finanzaufsicht führen könne.    General Motors will auch nach dem geplatzten Magna- Sanierungskonzept europaweit bei Ländern mit Opel-Standorten insgesamt rund 2,7 Milliarden Euro öffentliche Hilfen einsammeln. Zu den Ländern gehören neben Deutschland auch Spanien, Großbritannien, Polen und Österreich.

dpa

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