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Express-Verbindung Leipzig-Chemnitz lässt auf sich warten – Keine ICE-Züge im Citytunnel

Express-Verbindung Leipzig-Chemnitz lässt auf sich warten – Keine ICE-Züge im Citytunnel

Der geplante Ausbau der Bahnstrecke von Leipzig nach Chemnitz liegt derzeit auf Eis. Wie das sächsische Wirtschaftsministerium am Montag mitteilte, scheitert das Projekt derzeit an einer Planungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn AG.

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ICE im Leipziger Hauptbahnhof. Die Messestadt ist einer der Knotenpunkte für den Expressverkehr der Deutschen Bahn im Osten.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Diese will erst zustimmen, wenn auch das Bundesverkehrsministerium in Berlin sein Okay gibt. Über das Stadium der Vorplanung kam man bislang nicht hinaus.

Mit dem Ausbau soll sich die Fahrzeit verkürzen, auch soll der Umstieg am Leipziger Hauptbahnhof für Fernreisende einfacher werden. Derzeit braucht die Bahn, gezogen von einer Diesellok, 58 Minuten für die etwa 85 Kilometer von der Messestadt bis nach Chemnitz. Die Strecke soll nun elektrifiziert und weiter ausgebaut werden. Dies sei, so das Ministerium in Dresden, Voraussetzung für eine Anbindung des Abschnitts in das Netz der ICE- und IC-Verbindungen. Damit könnte die Reisezeit zwischen Leipzig und Chemnitz auf 50 Minuten sinken – eine Zeitersparnis von acht Minuten. Kostenpunkt für das Projekt: etwa 250 Millionen Euro.

In die Vorplanungen hat der Freistaat bislang etwa 2,4 Millionen Euro investiert. Bevor es an einen konkreten Entwurf geht, muss mit Berlin erst noch über die Finanzierung des Vorhabens verhandelt werden. Denn Ausbau und Elektrifizierung fallen in die Zuständigkeit des Bundes. Bahn und Freistaat haben das Projekt zur Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2015 (BVWP) angemeldet. Eine Entscheidung wird nicht vor 2016 fallen. Bis dahin geht nichts voran. Die Deutsche Bahn AG will erstmal die Zustimmung aus Berlin abwarten, erklärte das Unternehmen gegenüber LVZ-Online.

Freistaat kürzt Haushaltsmittel für Ausbau zusammen

Die konkrete Entwurfsplanung wird seitens des sächsischen Wirtschaftsministeriums mit Kosten in Höhe von 10 Millionen Euro angesetzt. Der Freistaat wolle sich, die Zustimmung aus Berlin vorausgesetzt, auch an diesem Posten beteiligen. Die Bahn ihrerseits könne eine vertiefende Planung erst vornehmen, nachdem diese durch den Freistaat beauftragt und „voll umfänglich finanziert wird“, so ein Sprecher der DB. An eine schnelle Entscheidung scheint auch in Dresden derzeit niemand so recht zu glauben. Statt ursprünglich 15 Millionen Euro für das Projekt finden sich im derzeitigen Haushaltsentwurf lediglich Mittel in Höhe von einer Millionen Euro.

Ursprünglich sollten in zehn Jahren die ersten Züge elektrisch von Leipzig nach Chemnitz fahren. Das Wirtschaftsministerium in Dresden geht davon aus, dass dieser Termin gehalten werden kann. Auch muss die Gesamtfinanzierung, „insbesondere durch die Bahn“ abgesichert sein. Dann „erscheint eine Inbetriebnahme bis 2025 aus heutiger Sicht grundsätzlich möglich.“

Keine ICE im Citytunnel – Keine direkte Verbindung nach München

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Auch weiterhin keine Durchfahrten für den ICE: Am Citytunnel fahren die Fernzüge vorbei.

Quelle: André Kempner

Sollte der Ausbau umgesetzt werden, sind direkte ICE-Verbindungen von Berlin nach Chemnitz möglich. Einer Magistrale Berlin-Leipzig-Chemnitz-München erteilte die Deutsche Bahn AG gegenüber LVZ-Online jedoch eine Absage. Jenseits der Landesgrenze, in Bayern, endet die Elektrifizierung der Strecke in Hof, erst ab Nürnberg geht es mit Strom betrieben weiter.

Auch der Citytunnel bleibt außen vor. ICE-Züge werden nicht, wie in frühen Planungen des Bauwerks noch vorgesehen, durch die Röhre geleitet. Die Route über „Geithain und Bad Lausick schließt ein Durchfahren des Citytunnels fahrwegtechnisch aus“, so die Bahn.

Johannes Angermann

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