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Mitteldeutschland FDP-Chef Zastrow hält Idee zur Umbenennung seiner Partei für Dummheit
Region Mitteldeutschland FDP-Chef Zastrow hält Idee zur Umbenennung seiner Partei für Dummheit
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19:13 04.07.2014
Sachsens FDP-Chef Holger Zastrow (Archivbild). Quelle: dpa
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Dresden

“ Zuvor hatte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner einen solchen Vorschlag abgelehnt. Er stammte von der stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

Die „Marke FDP“ sei momentan schwer beschädigt, habe aber eine riesige Tradition, sagte Zastrow. Die sächsische FDP gehe zwar einen eigenständigen Weg. Sie sei aber auch „Teil einer großen Idee“. Eine Tradition schmeiße man nicht ohne weiteres weg.

Die Landtagswahl in Sachsen am 31. August hat nach Ansicht von Zastrow für die gesamte FDP große Bedeutung. „Wenn es jemand trotz allem schaffen kann, dann wir“, machte er seinen Parteifreunden Mut: „Wir kämpfen wie die Löwen.“ In Umfragen liegen die sächsischen Liberalen derzeit nur bei drei Prozent.

Aus diesem Grund ist die schwarz-gelbe Koalition womöglich ein Auslaufmodell. Damit hätte die FDP ihre letzte Beteiligung an einer Landesregierung verloren. Die sächsische SPD hat bereits ihren Willen bekräftigt, im Freistaat wieder mitzuregieren. Schwarz-Rot gab es schon einmal in den Jahren 2004 bis 2009.

Zastrow sieht trotz der Umfragewerte für seine Partei eine Chance. Er verweist auf die Ergebnisse der Kommunalwahl vom 25. Mai, wo die FDP auf 5,3 Prozent der Stimmen kam. Zastrow zog eine positive Bilanz zur Arbeit der FDP in der Regierung. Nahezu alle Punkte des Koalitionsvertrages seien abgearbeitet. Die FDP habe in den vor ihr geleiteten Ressorts Wirtschaft und Justiz für eine liberale Handschrift gesorgt und sich auch um Alltagsprobleme der Leute gekümmert.

Als größte politische Erfolge der Liberalen wertete Zastrow die Aufnahme des Neuverschuldungsverbotes in die sächsische Verfassung und das Ende der Schulschließungen. Daran wolle man im Wahlkampf erinnern. „Es wäre sehr schade, wenn es vorbei wäre“, sagte Zastrow mit Blick auf die gemeinsame Regierungszeit.

dpa

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