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Mitteldeutschland FSJ gegen Lehrermangel: Sachsen plant Ausbau des Freiwilligen Sozialen Jahres an Schulen
Region Mitteldeutschland FSJ gegen Lehrermangel: Sachsen plant Ausbau des Freiwilligen Sozialen Jahres an Schulen
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21:25 14.07.2014
Bisher sind nur wenige rückwirkende Anträge zur Kostenerstattung beim Bildungsangebot für Hartz-IV-Familien eingegangen. Quelle: dpa
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Dresden

Auch die Förderhöhe wird auf eine Million Euro verdoppelt. Für den Haushaltsbeschluss 2015 und 2016 sei das auf der Kabinettsklausur bestätigt worden.

Die FSJler werden vor allem an Grund-, Ober- und Förderschulen im ländlichen Raum eingesetzt, wo Lehrernachwuchs dringend benötigt wird. Sie managen dort Schülerprojekte, bereiten Exkursionen vor, betreuen Arbeitsgemeinschaften oder Ganztagsprogramme. Die Schule kann eine Empfehlung für oder gegen ein Lehramtsstudium aussprechen.

Das bundesweit einmalige FSJ Pädagogik wurde 2013/2014 im Freistaat eingeführt. Laut Kurth mit positiver Bilanz: 27 der 40 Freiwilligen wollen nun auch Lehramt und drei weitere Sozialpädagogik studieren. Das Jahr an Schulen biete die beste Möglichkeit, sich in der Praxis auszuprobieren und die Chance, geeignete und engagierte junge Menschen für den Lehrerberuf zu gewinnen, sagte die Ministerin. Die Schulen bekommen Hilfe im Alltag, könnten Kreativität und Ideen der jungen Menschen für Angebote und Projekte nutzen.

„Die Euphorie über den neuen Freiwilligendienst ist berechtigt“, sagte Claudia Schiebel von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, die ihn koordiniert. Das Interesse sei groß und steige. Für 2015/2016 haben sich 600 Schulen beworben - ein Drittel mehr als zur Premiere. Auch die Zahl der Interessenten erhöhte sich um ein Viertel auf 120. 2014/2015 sind nun 42 Plätze finanziert. Die Freiwilligen erhalten je 150 Euro Taschengeld sowie für Unterkunft und Verpflegung pro Monat sowie 24 Urlaubstage. Kurth zeigte sich „überwältigt“ vom Erfolg des Programms. FSJler, die sich dann für ein Lehramt-Studium entscheiden, hätten danach wegen des Lehrermangels gute Chancen auf Anstellung, sagte die Ministerin. „Eine bessere Berufs- und Studienwerbung kann es nicht geben.“

dpa

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