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Mitteldeutschland Familie von Marwa El-Sherbini gegen Einstellung der Ermittlungen
Region Mitteldeutschland Familie von Marwa El-Sherbini gegen Einstellung der Ermittlungen
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11:46 02.01.2010
Ein Polizist steht kurz vor dem Auftakt des El-Sherbini-Prozesses vor dem Dresdner Landgericht. Quelle: dpa
Dresden

„Zur Not gehen wir vor den Europäischen Gerichtshof.“

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat jüngst das Ermittlungsverfahren gegen den Bundespolizisten, der den Ehemann El-Sherbinis irrtümlich angeschossen hatte, eingestellt, ebenso wie die Ermittlungen gegen den Präsidenten und einen Richter des Landgerichts Dresden. Dem Polizisten könne weder eine vorsätzliche noch eine fahrlässige Körperverletzung angelastet werden, hieß es zur Begründung. El- Sherbinis Mann Elwy Okaz hatte am 1. Juli mit dem Russlanddeutschen Alex W. gerungen, der zuvor in einem Dresdner Gerichtssaal wie von Sinnen auf die Frau eingestochen hatte. In dem Moment kam der Polizist in den Raum. Er hielt Elwy Okaz für den Angreifer und schoss ihm in den Oberschenkel. Die Situation sei „sehr schwer zu überschauen“ gewesen, erklärte die Staatsanwaltschaft.    Den beiden Richtern hatte der Ehemann der ermordeten Ägypterin vorgeworfen, in dem Prozess nur unzureichend für die Sicherheit seiner Frau gesorgt zu haben. Alex W. hatte sich damals wegen Beleidigung vor Gericht verantworten müssen. Er hatte Marwa El- Sherbini auf einem Spielplatz mit ausländerfeindlichen Parolen beschimpft. Im Berufungsprozess zückte er das Messer und tötete die 31 Jahre alte schwangere Frau. Sie war als Zeugin zu dem Prozess gekommen. Alex W. wurde am 11. November wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

dpa

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