Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Fehlkalkulationen beim Mobilgeschäft: Sozialwerk der Polizei Sachsen insolvent
Region Mitteldeutschland Fehlkalkulationen beim Mobilgeschäft: Sozialwerk der Polizei Sachsen insolvent
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:35 08.04.2014
Quelle: dpa
Anzeige
Dresden

Der Insolvenzantrag sei vor knapp drei Wochen beim Amtsgericht Dresden gestellt worden. Grund für die Zahlungsunfähigkeit seien vor allem Fehlkalkulationen beim Mobilfunkgeschäft ab dem Jahr 2007.

Das Sozialwerk habe den Polizisten in Sachsen günstige Handy-Tarife angeboten. „Die Provisionen des Mobilfunkbetreibers wurden dabei in die Tarife eingepreist. Man wollte etwas Gutes für seine Mitglieder tun“, sagte Birkigt. Als Provider Provisionen in Höhe von mehreren Millionen Euro zurückforderten und ein weiterer Anbieter, an den wiederum das Sozialwerk Forderungen von fast einer Million Euro stellt, Insolvenz anmelden musste, blieb der GmbH laut „Morgenpost“ nur der Weg zum Amtsgericht.

„Die aktuell rund 10 000 Kunden des Sozialwerks müssen sich um die vertragliche Erfüllung der Mobilfunkleistung aber nicht sorgen“, sagte Birkigt. Bei den laufenden Verträgen sei zumindest bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Juli alles geregelt. Das Sozialwerk wirbt auf seiner Homepage damit, für sächsische Polizisten und ihre Angehörigen besonders günstige Einkaufs- und Dienstleistungsangebote zu schaffen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Europäische Gerichtshof hat das umstrittene EU-Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung für ungültig erklärt. Die massenhafte Speicherung von Telefon- und Internetverbindungsdaten der Bürger ohne konkreten Anlass sei ein gravierender Eingriff in die Grundrechte der Bürger, urteilten die Luxemburger Richter am Dienstag (Rechtssachen C-293/12 und C-594/12).

08.04.2014

Die Teilnahme an der Sitzblockade gegen einen Neonazi-Aufmarsch kommt den sächsischen Grünen-Politiker Johannes Lichdi teuer zu stehen. Das Amtsgericht verurteilte ihn am Montag wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz zu einer Geldstrafe von 1500 Euro.

07.04.2014

Kurz vor der gemeinsamen Sitzung der Koalitionsfraktionen von CDU und FDP knirscht es erheblich im sächsischen Bündnis. Grund für den Zwist ist nicht nur die Bundespolitik, für Misstöne sorgen vor allem Differenzen über Rolle und Einfluss der Kirchen im Lande.

07.04.2014
Anzeige