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Mitteldeutschland Feinkosthersteller Homann sagt Umzug nach Sachsen ab
Region Mitteldeutschland Feinkosthersteller Homann sagt Umzug nach Sachsen ab
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15:33 27.04.2018
Homann-Werk in Dissen, Niedersachsen. Der Feinkosthersteller wird nicht nach Sachsen umziehen. Quelle: dpa
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Dissen/Bad Essen - 

Der Feinkosthersteller Homann aus dem Osnabrücker Land verzichtet auf seinen geplanten Umzug nach Sachsen. Die Homann-Produktion solle an allen bestehenden deutschen Standorten weitergeführt werden, teilte die Unternehmensgruppe Theo Müller am Freitag mit. Der Aufsichtsrat habe stattdessen beschlossen, rund 200 Millionen Euro in die Standorte Dissen, Bad Essen, Bottrop und den Standort Rogätz in Sachsen-Anhalt zu investieren.

Noch im vergangenen Jahr hatte Homann angekündigt, die Produktion bis 2020 im sächsischen Leppersdorf zu konzentrieren und damit auch den seit 1876 bestehenden Stammsitz der Firma in Dissen bei Osnabrück zu schließen. Sozialpläne waren bereits ausgehandelt worden. Nun will die Homann-Geschäftsführung erneut Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern aufnehmen.

Dulig bedauert Entscheidung

„Ich nehme mit Bedauern zur Kenntnis, dass die Übersiedlung von Homann nicht funktioniert“, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Freitag. Er zeigte sich aber erfreut, dass die Theo-Müller-Gruppe am Standort Leppersdorf investieren wolle und sich damit klar zum Standort bekenne. Das Unternehmen hat dort bereits unter anderem eine große Molkerei.

Müller hatte am Freitag angekündigt, in Sachsen 250 Millionen Euro investieren zu wollen - darunter 140 Millionen in eine neue Produktionsstätte. „Ich freue mich, dass bis zum Jahr 2021 erneut Großinvestitionen geplant sind“, erklärte Dulig. Das werde „eine Strahlkraft auf die ganze Region entfalten“.

Von LVZ

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