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Flughafen Leipzig/Halle begeht 85. Jubiläum - Rückblick auf die großen Maschinen

Flughafen Leipzig/Halle begeht 85. Jubiläum - Rückblick auf die großen Maschinen

Am 25. April 1927 landete die erste Maschine auf dem neuen „Mitteldeutschen Zentralflughafen Halle/Leipzig“ in Schkeuditz. Dieser heute Flughafen Leipzig/Halle genannte Airport begeht in diesem Jahr sein 85. Jubiläum.

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Das nachkolorierte Schwarz-Weiß-Foto zeigt die Junkers G 38 „D 2500“ im Jahr 1933 während eines Deutschlandfluges auf dem Vorfeld des Flughafens Halle/Leipzig. Koloration: Christoph Maier

Quelle: Deutsche Lufthansa AG

Schkeuditz. In loser Folge blickt die LVZ bis zur diesjährigen, großen Geburtstagsfeier am 16. und 17. Juni auf Begebenheiten in der Historie des Airports zurück. Heute: die großen Maschinen.

Erst von 5000, später von etwa 6000 Schaulustigen sprechen historische Aufzeichnungen, als sie zwei Landungen der Junkers G38 auf dem Flughafen Halle/Leipzig beschreiben. Eine beachtliche Zahl, wenn Schkeuditz zu jener Zeit etwa 8000 Einwohner zählte. Am 9. Juni 1931 landete die noch nicht umgebaute Maschine vom Typ D 2000, später kam die D 2500. Dieses dann umgebaute Flugzeug war zu jener Zeit das größte Landflugzeug und bot statt zuvor 19 jetzt 34 Passagieren Platz. Von der Deutschen Lufthansa wurde sie im regulären Linienverkehr eingesetzt.

„Als die G38 da war, haben wir einen Klassenausflug zum Flughafen unternommen, um uns das Flugzeug anzugucken“, berichtete der 91-jährige Kurt Stahn. Zu jener Zeit hatte der Ur-Schkeuditzer die heutige Leibniz-Schule besucht. Des Öfteren seien solche Ausflüge in Richtung Flughafen unternommen worden. „Das Flugzeug war für damalige Verhältnisse schon beeindruckend“, erinnerte er sich. Auch die Beschriftung ist ihm noch in Erinnerung: „Generalfeldmarschall von Hindenburg“ habe draufgestanden.

„In der Maschine waren ja mehr Leute von der Crew, als Passagiere“, sagte Stahn scherzhaft übertrieben: Die Besatzung bestand aus dem Flugkapitän, zwei Piloten, zwei Bordmonteuren und dem Funker. Die Besonderheit bei der Ju G38 war, dass auch Passagierkabinen in den zwei Meter hohen Flügeln untergebracht waren. Die Spannweite betrug 45 Meter, die Länge des Flugzeuges 25 Meter. Etwa 3500 Kilometer Reichweite hatte das mit etwa 20 bis 24 Tonnen Fluggewicht schwere Gefährt.

Das größte Flug(zeug)schiff indes war zu jener Zeit die Dornier 10 (Do X). „Die flog aber am Bodensee“, sagte Stahn. Bis zu 100 Passagiere konnte das Wasserflugzeug in eines der drei Geschosse, die es gab, verteilen. Was die Besatzung angeht, übertraf sie die G38 bei Weitem: Zwölf Mann – ein Kapitän, ein Offizier, zwei Piloten, ein Funker, ein Ingenieur, vier Mechaniker, ein Koch, ein Steward oder Kellner – bildeten sie. Bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 190 Kilometern in der Stunde und einer Flugdauer von sechs bis acht Stunden legte das Flugschiff allerdings lediglich um die 1000 Kilometer zurück.

Roland Heinrich

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