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Mitteldeutschland Flugunfall in Großenhain: Pilot schwer verletzt – Vorfall mit Airbus in Leipzig
Region Mitteldeutschland Flugunfall in Großenhain: Pilot schwer verletzt – Vorfall mit Airbus in Leipzig
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16:42 08.07.2014
Mit einer historischen Maschine diesen Typs sind zwei junge Leute verunglückt. Quelle: Wikipedia
Leipzig

Glimpflich ging dagegen am Freitag der Aufsetzer mit dem Heck eines Airbus A 320-232 der „AirVia Bulgarian Airlines“ ab. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) ermittelt.

Dramatisch endete in Großenhain der Rundflug mit einem historischen Holzflugzeug aus dem Jahr 1925. Der 27 Jahre alte Pilot kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Ein 16-jähriger Insasse wurde mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Das Flugzeug hatte zuvor bereits einige Starts und Landungen hinter sich. Ob das Unglück an einem technischen Defekt, einem menschlichen Fehler oder möglicherweise ungünstigem Wind lag, ermittelt die BFU. Den Schaden schätzt die Polizei nach ersten Erkenntnissen auf rund 300.000 Euro.

Das verunglückte Flugzeug ist ein Oldtimer vom Typ Klemm 25. Es gehörte zum „Fliegenden Museum“, einer Privatsammlung historischer Flugzeuge. „Das ist eines der ältesten zugelassenen Flugzeuge Deutschlands, aber nicht das älteste“, sagte ein Mitglied des Vereins am Montag. Der Pilot sei Mitglied des Vereins. Das „Fliegende Museum“ habe am Sonntag einen Tag der offenen Tür veranstaltet. Der Unfall habe sich nach dem Ende des Festes am Abend ereignet. Das Flugzeugwrack, das einige Meter neben der Landebahn im Gras lag, wurde am Montag demontiert und auf Lastwagen verladen.

Airbus-Aufsetzer in Leipzig - Ohrenbetäubender Lärm

Aus eigener Kraft konnte das Passagierflugzeug der bulgarischen „AirVia“ am Flughafen Leipzig-Halle zum Standplatz rollen. Quelle: Roland Heinrich

Aus eigener Kraft konnte am Freitag das Passagierflugzeug der bulgarischen „AirVia“ am Flughafen Leipzig-Halle zum Standplatz rollen. Der Airbus war mittags aus Warna gekommen, setzte beim Landemanöver kurz auf und hob wieder ab. Beim nächsten Aufsetzer gab es ein ohrenbetäubendes Geräusch, schildert ein Augenzeuge: Beim sogenannten „Tailstrike“ krachte die Maschine mit dem Heck auf die Süd-Piste.

„Eine Bruchlandung war das zum Glück nicht“, so Flughafensprecher Uwe Schuhart. Beeinträchtigungen beim Flugverkehr habe es nicht gegeben so Schuhart gegenüber LVZ-Online. Wie groß der Schaden an dem Airbus ist, ist noch unklar. Das Flugzeug steht aber auch am Montag noch am Airport Leipzig-Halle, so Schuhart.

„Wir haben mit der Besatzung gesprochen und konnten die Daten aus dem Flugschreiber und Cockpit-Voicerecorder sichern. Die sind jetzt im Labor und werden ausgewertet“, sagte Jens Friedemann von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Der Tailstrike sei eher ein seltenes Ereignis. Wenn dabei nur kleinere Schäden entstünden, spreche die BFU auch nicht von einem Unfall sondern von einer schweren Störung.

Knapp dem Reisechaos entkommen

Bergung der Cessna 340 am Flughafen Leipzig-Halle (25. Juni j2014). Quelle: dpa

Der Flughafen Leipzig ist diesmal knapp einem neuen Reisechaos entkommen. Erst vor rund zwei Wochen hatte ein Unfall mit einer Cessna den Flugverkehr in Leipzig über Stunden komplett blockiert. Das Kleinflugzeug aus Dortmund war wegen eines Schadens am Fahrwerk auf der Start- und Landebahn Süd havariert und musste aufwändig geborgen werden. Die Landebahn Nord kann derzeit wegen Bauarbeiten nicht genutzt werden.

Die BFU hatte auch bei dem Cessna-Unfall die Situation begutachtet. „Das Hauptfahrwerk war teilweise eingefahren“, so Friedemann. Bei dem Vorfall kam der alleinreisende Cessna-Pilot aus Dortmund mit dem Schrecken davon. Die Bundesstelle ermittelt nicht weiter.

dpa / Evelyn ter Vehn

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