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Forderungen in Dresden - Kritik in Chemnitz

Forderungen in Dresden - Kritik in Chemnitz

An den Hochschulen in Dresden und Chemnitz haben die seit Wochen protestierenden Studenten ihre Forderungen veröffentlicht. Übereinstimmend war von mehr Mitbestimmung, einem weniger überlasteten Studium sowie einer Absage an jegliche Form von Studiengebühren die Rede.

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Bei der Vollversammlung an der Technischen Universität Dresden sitzen Studenten am Dienstag in einem besetzten Hörsaal.

Quelle: dpa

Dresden/Chemnitz. In Dresden wurde eine kostenlose staatliche Akkreditierung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge verlangt. Der Landtag wird sich am Mittwoch in einer aktuellen Debatte den Forderungen widmen.

Auf einer Vollversammlung kamen am Dienstagabend mehrere hundert Studenten und Hochschulmitarbeiter sowie Vertreter von drei Dresdner Hochschulen in einem besetzten Hörsaal der TU Dresden zusammen. Die Dresdner Studienberaterin Gabriele Hanig kritisierte die „zunehmende Überbürokratisierung“ des Studiums. „Aus dem Bologna-Prozess ist zunehmend ein Bologna-Frust geworden, auch für die Lehrenden“, sagte sie. Austauschplätze im internationalen Studienprogramm Erasmus blieben frei, namentlich für Frankreich. „Das hat es noch nie gegeben.“ Grund sei, dass sich viele Studenten angesichts der dichten und verschulten Studienpläne keinen Gang ins Ausland mehr zutrauten.

Einen Tag zuvor hatten die Studenten der TU Chemnitz ihren Forderungskatalog veröffentlicht. Wie ihre Dresdner Kommilitonen machten auch sie sich für öffentliche Sitzungen der Hochschulgremien stark. Bachelor-Studenten sollten ein Recht auf einen Platz im Masterstudium bekommen. Die Zahl der Prüfungen pro Semester sei auf maximal sechs zu beschränken, um eine Überlastung zu verhindern, hieß es. Bibliotheken sollen rund um die Uhr geöffnet bleiben. Studiengebühren in jeder Form wollen auch sie verhindern.

Der Rektor der TU Chemnitz, Klaus-Jürgen Matthes, forderte die Studenten seiner Universität am Dienstag auf, ihre Proteste zu beenden. Er warf ihnen in einer Erklärung am Dienstag vor, gegen Absprachen verstoßen und durch die Besetzung eines Seminarraums eine Sitzung des Senats verhindert zu haben. Sie hätten damit die Interessen der Studentenschaft unterlaufen. So habe unter anderem auch der Forderungskatalog der protestierenden Studenten nicht angesprochen werden können. Studenten der TU Chemnitz halten seit dem 25. November den größten Hörsaal der Uni besetzt.    Dem Rektor zufolge soll der Forderungskatalog von den gewählten Gremien wie dem Senat, den Fakultätsräten, Studienkommissionen und der Kommission Lehre und Studium diskutiert werden. Die protestierenden Studenten in Chemnitz haben für Mittwochabend zu einer Vollversammlung im besetzten Audimax aufgerufen. Dort soll über die Fortsetzung der Proteste beraten werden.

dpa

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