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Mitteldeutschland Forsa-Umfrage: Dresdner sehen Pegida als größtes Problem der Stadt
Region Mitteldeutschland Forsa-Umfrage: Dresdner sehen Pegida als größtes Problem der Stadt
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11:42 11.02.2015
Archivbild vom 12. Januar Quelle: dpa
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Hamburg/Dresden

Nur drei Prozent gaben an, schon einmal an einer Pegida-Demonstration teilgenommen zu haben, weitere acht Prozent konnten sich aber vorstellen, das vielleicht einmal zu tun. 89 Prozent lehnten eine Teilnahme ab. Befragt wurden vom 28. Januar bis 2. Februar 1016 repräsentativ ausgesuchte Wahlberechtigte in Dresden.

79 Prozent der Dresdner sind demnach der Meinung, dass Pegida dem Ansehen der Stadt schade. Das Problem wird mit Abstand am häufigsten genannt - vor Verkehrsproblemen oder Problemen mit der lokalen Politik, die 16 beziehungsweise 13 Prozent als größtes Problem erachten.

Während bundesweit 75 Prozent mit dem demokratischen System zufrieden sind, sind es in Dresden nur 69 Prozent der Befragten - in ganz Ostdeutschland sind es mit 61 Prozent sogar noch weniger. Mit der aktuellen Politik ist nur ein Drittel der Dresdner zufrieden - bundesweit sind es 62 Prozent. Während bundesweit mehr als die Hälfte der Befragten der Meinung ist, dass der Islam zu Deutschland gehört, sind es in Dresden nur 38 Prozent. Die 18- bis 29-jährigen (60 Prozent) und die 30- bis 44-jährigen Dresdner (50 Prozent) stehen dabei eher im Einklang mit dem bundesweiten Durchschnitt.

Die, die an solchen Aufmärschen teilnehmen oder teilgenommen haben, sind eindeutig anfällig für Fremdenhass und rechtsradikales Gedankengut“, sagt Forsa-Chef Manfred Güllner, „das belegen sämtliche Zahlen unserer Erhebung.“

Nur 18 Prozent der Dresdner glauben laut der Umfrage, dass eine Mhrheit der Dresdner hinter Pegida steht. Lediglich für Anhänger der AfD hat Pegida in der Stadt Rückenwind. Während 39 Prozent der Dresdner glauben, Pegida-Teilnehmer stünden in der Mitte der Gesellschaft, meinen 46 Prozent, dass die Pegida-Teilnehmer Minderheit am rechten Rand sind.

dpa / sl

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